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17 Dez.

Inle See Burma

arte 13 Uhr

Der Inle See in Myanmar liegt mitten in einer einzigartigen Natur. Die Lebensweise der Seebewohner weckt Sehnsüchte und vermittelt die Illusion von einer heilen, archaisch geprägten Welt. Hier spiegelt sich die jahrhundertealte Tradition der Myanmarer unverfälscht und in ihrer ganzen Bandbreite wider. Lange Zeit war die Region für Außenstehende unzugänglich. Erst im Zuge der kürzlich begonnenen politischen Neuausrichtung des Landes verändern sich auch die Lebensumstände der Menschen am See.
Der See ist die entscheidende Lebensader für Fischer und Bauern. Ihre einzigartigen schwimmenden Felder, die sie mitten auf dem Gewässer bewirtschaften, überziehen die Oberfläche des Sees wie ein gigantisches Geflecht aus Seerosen. Hier bauen sie Gemüse, Früchte und Blumen an. Den Nährboden für diese ungewöhnlichen Äcker bietet eine fruchtbare Masse aus Sumpf, Erde und Wasserhyazinthen, die mit Bambuspfählen am Seeboden befestigt ist. Diese einmalige Kulturlandschaft bietet ausreichend Nahrung und Arbeit zugleich in einem Land, in dem dies nicht selbstverständlich ist.
Frühmorgens rudern die Fischer kunstfertig mit ihrer unnachahmlichen Ein-Bein-Technik hinaus, um ihre Netze auszulegen. Es herrscht eine ganz und gar magische Stimmung an einem magischen Ort. Einmal in der Woche ist Markttag am See. Aus den Bergen kommen bunt gekleidete Händler. Ochsenkarren rumpeln über die holprigen Straßen. Alte Frauen mit runzligen Gesichtern verkaufen handgedrehte Cheroots, dicke myanmarische Zigarren. Auf dem Boden verteilt liegen die Früchte des Sees. Erst wenn die letzten Händler wieder abgezogen sind und die verwunschene Szenerie in milchige Abenddämmerung getaucht ist, legt sich die spannungsgeladene Aufgeregtheit.
Doch das Ökosystem des Sees ist bedroht. In den letzten Jahren wurde immer mehr Wasser illegal abgezapft, so dass der Inle See in den Sommermonaten fast vollständig austrocknet. Doch dieses Problem wollen die Bewohner des Sees nun im Rahmen der politischen Veränderungen endlich angehen.

Waldbrand in Ofen
07.01.2018

Die Wahrheit über das Heizen mit Holz

Deutsche Erstausstrahlung: So 07.01.2018   16.35 Uhr  ZDF 

Wdh.: Sa13.01.201803:35–04:05ZDF

https://www.fernsehserien.de/planet-e-2011/folgen/207-die-wahrheit-ueber-das-heizen-mit-holz-1157555

Die Wahrheit über das Heizen mit Holz

Folge 207 (30 Min.)

Der Holzofen steht für behagliche Wärme, sein Brennstoff für Umweltfreundlichkeit. Doch wir verbrennen immer mehr Holz, betreiben damit sogar Kraftwerke. Stimmt dann die Ökobilanz noch? Wer in Deutschland sein Eigenheim auf eine Holzheizung umstellt, erhält staatliche Unterstützung. In vielen EU-Ländern wird sogar die Umstellung alter Kohlekraftwerke auf Holz gefördert. Aber wo soll das Holz auf Dauer herkommen? Wenn das Holz im Ofen knistert, fühlen sich viele Deutsche rundherum wohl: Durch den behagliche Wärme spendenden Ofen sparen sie Energiekosten und tun zudem noch etwas für die Umwelt. Denn schließlich ist Holz ein nachwachsender Rohstoff, das Heizen damit automatisch nachhaltig. Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein und ist in der Tat nichts als ein schönes Märchen: Tatsächlich wird Holz als Brennstoff mittlerweile um die halbe Welt transportiert, und der immer größer werdende Holzhunger von europäischen Verbrauchern und der Industrie ruiniert jahrhundertealte, kostbare Naturwälder. Die Politiker verschließen sich der Realität: Aktuell werden alte europäische Kohlekraftwerke, die eigentlich geschlossen werden müssten, auf Holz umgerüstet. In den Augen vieler Umweltschützer ein Wahnsinn, der auch noch mit fetten Subventionen belohnt wird. Ursprünglich sollte nur Schwachholz zu Pellets verarbeitet und so zum Einsatz in Holzheizungen kommen, also Holz, das keine andere Verwendung finden kann. Doch die große Nachfrage nach Holzöfen hat das geändert. „planet e.“ geht der Frage nach, ob der Holzhunger beim Heizen den Raubbau an unseren Wäldern fördert und wir uns möglicherweise von Holzöfen verabschieden müssen. (Text: ZDF)

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