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Frau hockt auf Erde und pflanzt einen Setzling
Wir pflanzen Bäume auf den Erdlawinen - im Dorf Huta Gurgur, Nord-Tapanuli (© WALHI Sumatra Utara)

Nothilfe leisten, Brunnen bauen, Bäume pflanzen, Hoffnung säen

09.08.2026Indonesien: Acht Monate nach dem verheerenden Zyklon berichtet Rianda Purba, Direktor unserer Partnerorganisation WALHI Sumatra Utara, von Nothilfe, Wiederaufbau und Heilung in der Region Tapanuli. Sein großer Dank geht an die Spender und Spenderinnen von Rettet den Regenwald!


Nach dem Zyklon: Gemeinsam die Natur und die Seelen heilen

Autor: Rianda Purba, Direktor von WALHI Sumatra Utara; Deutsch - 14 Seiten mit vielen Fotos

Tapanuli leidet besonders stark unter den Folgen der  Sturzfluten und Erdlawinen. Ende Dezember 2025 waren laut Angaben des Katastrophenamtes der Provinz  1.803.549 Menschen betroffen, 11.574 mussten evakuiert werden, 365 sind ums Leben gekommen, 206 waren verletzt und 60 Menschen galten als vermisst. 

Tragisch sind die großen Zerstörungen im Batang-Toru-Wald, in dem die seltenen Tapanuli-Orang-Utans leben. Nach Zählungen von Wissenschaftlern sind etwa 58 von ihnen ebenfalls umgekommen.

Als lokale Organisation war WALHI Sumatra Utara sofort vor Ort und konnte Dank schnell eintreffender Spenden von Rettet den Regenwald in zahlreichen Dörfern erste Nothilfe leisten. Außerdem halfen Spenden von Rettet den Regenwald den von Hochwasser eingeschlossenen Menschen an der Ostküste.

Nach der Nothilfe haben Mitarbeiter und Freiwillige begonnen, Zugang zu sauberem Wasser zu schaffen. Sie bauten Brunnen und setzten Wasserspeicher instand. Diese Arbeiten dauerten wegen der starken Regenfälle und der häufigen Hochwasser von Januar bis Juni. 

Rianda Puba schreibt in seinem Bericht, dass die Helfer vom Wasser gelernt haben: „Ein Heilungsprozess ist mehr als Nothilfe. Nicht nur Menschen müssen gerettet und versorgt werden, auch die Natur muss sich regenerieren können, die Ursachen der Verwundungen wie die Abholzungen der Wälder müssen gebannt werden. Und Wasser ist der erste Schritt dahin. Mit Wasser können die Menschen wieder ins Leben eintreten. Wasser gibt Hoffnung, und es ist ein starker Halt für die Regeneration der Dorfgemeinschaft.“

Jedes Hilfspaket, jeder Tropfen Wasser und jeder Setzling ist mehr als Nothilfe. Es ist Teil der Bemühungen, das Leben wiederherzustellen, die Umwelt zu schützen und die Hoffnung aufleben zu lassen.

Heute schreitet der Wiederaufbau voran, nicht weil die Regierung Hilfe schickt, sondern weil die Menschen Solidarität erleben und nicht aufgeben wollen. Sie befreien die Felder und Flüsse von den mitgerissenen Bäumen und Geröll. Sie pflanzen mit jedem neuen Baum neue Hoffnung auf dem Boden, der von den Fluten heimgesucht wurde.

Wir bedanken uns bei ‚Rettet den Regenwald‘ und allen Spenderinnen und Spendern dafür, dass sie WALHI Sumatra Utara ihre Unterstützung anvertraut haben. Dies hat uns ermöglicht, die betroffene Bevölkerung in den ersten Phasen der Heilung bestmöglich zu begleiten.

Rianda Purba, WALHI Sumatra Utara

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