Heilige Stätten für Palmöl zerstört

In Liberia liegt ein Schimpanse in einem Baum

08.11.2016

In Liberia soll der Palmöl-Konzern Golden Veroleum heilige Stätten zerstört und Bäche verschmutzt haben. Einheimische sollen mit Waffen bedroht worden sein, berichtet die Menschenrechtsorganisation Global Witness.

Global Witness will Beweise dafür haben, dass Golden Veroleum Liberia bewaffnete Polizisten angeheuert hat. Das Unternehmen setze auf die Einschüchterung der Bevölkerung.

„Jetzt hat die Firma zerstört, was der Bevölkerung, der das Land nach ihrer Tradition gehört, am heiligsten ist – ein Platz, an dem sie beten“, sagt Jonathan Gant von Global Witness: „Ohne Gesetze und Strafen, die Plantagenfirmen im Zaum halten, kommen diese weiter damit durch, die Rechte und Traditionen der Landbesitzer in ganz Liberia mit Füßen zu treten.“

Global Witness hatte bereits zuvor von Gewalt gegen Einheimische, die sich gegen Plantagen wehren, berichtet. Außerdem soll Golden Veroleum Liberia den Ausbruch von Ebola genutzt haben, um Plantagen auszuweiten.

Golden Veroleum Liberia verfügt in dem westafrikanischen Land über Konzessionen für Plantagen in der Größenordnung von 220.000 Hektar