Stoppt die Holzfäller und Palmöl-Plantagen im Regenwald von Peru!

Baumaschinen Luftaufnahme Peru Amazonas Dieser Wald muss gerettet werden (© Rettet den Regenwald / Mathias Rittgerott) Dreifingerfaultier auf einer abgeholzten Regenwaldfläche in Peru Ohne den Regenwald kann das Faultier nicht leben: Für den Anbau von Ölpalmen gerodete Fläche im Amazonasgebiet von Ucayali, Peru (© Julio Juan Morel Morales)

Viele Kilometer zieht sich die Schneise bereits durch den Regenwald von Ucayali. Bulldozer schieben die Vegetation beiseite, um eine Piste für Holzfäller und Palmölfirmen zu bauen - offenbar ohne jede Genehmigung. 100.000 Hektar Urwald sind bedroht. Bitte fordern Sie die peruanischen Behörden auf, die Bauarbeiten zu stoppen

News und Updates Appell

An: Regierung von Peru, den Kongress und Justiz

„Stoppen Sie den Bau einer illegalen Holzfäller- und Palmölpiste im Amazonasgebiet von Peru. Helfen Sie, 100.000 Hektar Regenwald vor der Abholzung zu retten!“

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Planierraupen legen im Regenwald von Ucayali den roten Untergrund frei, der sich wie eine Blutspur durch den Urwald zieht. Schwere Walzen verteilen darauf aus den Flüssen gebaggerten Sand und Geröll. Es ist der Unterbau für eine neue Holzfäller- und Palmölpiste im Amazonasregenwald.

Die Maschinen stammen von den lokalen Behörden, obwohl für den Bau der Verkehrsader keine Genehmigungen vorliegen, erklärt die peruanische Umweltorganisation Kene.

Noch ragen am Rand der Schneise die Baumriesen steil empor – aber die Piste markiert den Anfang vom Ende des Regenwaldes: Sie ermöglicht Holzfällern den Abtransport der wertvollen Tropenhölzer - und Siedlern, Bodenspekulanten sowie Palmölfirmen, sich das Land für Plantagen unter den Nagel zu reißen.

Über die Pisten schaffen sie Arbeiter, Maschinen, Ölpalmsetzlinge, Düngemittel und Pestizide in die vorher unzugänglichen Regenwaldgebiete. Die Trasse verbindet zwei riesige Rodungen für Ölpalmen, hinter denen ausländische Investoren stecken, dokumentieren peruanische Medien und Studien von Umweltorganisationen.

Die Firmen Ocho Sur U (vormals Plantaciones de Ucayali) und Ocho Sur P (vormals Plantaciones de Pucallpa) haben seit 2011 mindestens 12.000 Hektar Urwald abgeholzt und mit Ölpalmen bepflanzt, wie Satellitenaufnahmen und wissenschaftliche Auswertungen belegen.

Das artenreichste Ökosystem der Erde wird für trostlose Monokulturen aus Ölpalmen vernichtet. Gewaltsame Landkonflikte sind die Folge. Anfang September 2017 wurden dort sechs Kleinbauern ermordet.

Die indigenen Shipibo verlieren ihr angestammtes Territorium. Die neue Piste bedroht mehr als 100.000 Hektar Urwald, den sie mit ihrer traditionellen Lebensweise erhalten haben, klagen Kene und die Einwohner des Dorfes Santa Clara de Ushunya.

Bitte unterstützen Sie die Petition an die peruanische Regierung.

Hinter­gründe

Die in Bau befindliche Holzfäller- und Palmölpiste befindet sich etwa 50 Kilometer nordwestlich (Luftlinie) der Stadt Pucallpa im Department Ucayali im peruanischen Amazonasgebiet. Die lokalen Einwohner und die peruanische Umweltorganisation Kene haben den Bau der Piste dokumentiert.

Die nördlich des Flusses Aguaytía und westlich des Flusses Ucayali gelegene Piste stellt eine Verbindung zwischen zwei riesigen Rodungen dar, die die Firmen Ocho Sur U (vormals Plantaciones de Ucayali) und Ocho Sur P (vormals Plantaciones de Pucallpa) angelegt haben. Seit 2011 wurden dazu mindestens 12.000 Hektar Urwald abgeholzt und mit Ölpalmen bepflanzt, wie Satellitenaufnahmen und wissenschaftliche Auswertungen belegen.

Berichte des peruanischen Fernsehsenders Panamericana (auf Spanisch) über die Rodungen der beiden Palmölfirmen in Ucayali und den Kampf der indigenen Einwohner für den Erhalt des Regenwaldes und ihrer Lebensgrundlagen:

1. Ucayali: crimen ecológico en la selva peruana

2. Tala y quema en Ucayali: continúa la devastación de la selva peruana

An­schreiben

An: Regierung von Peru, den Kongress und Justiz

Herr Pedro Pablo Kuczynski, Präsident von Peru
Herr Pablo Wilfredo Sánchez Velarde, Generalstaatsanwalt
Herr Marco Antonio Arana Zegarra, Kommission für indigene Völker und Umwelt, Kongress der Republik Peru
Herr Vicente Romero, Innenminister
Frau Elsa Galarza Contreras, Umweltministerin
Herr Bruno Giuffra Monteverde, Transport- und Kommunikationsminister

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Bürger der Welt bitten wir die Regierung von Peru, die Abholzung von Primärwäldern und den Bau von illegalen Pisten im Gebiet von Bajo Rayal, Distrikt Nueva Requena, Provinz Coronel Portillo in Ucayali zu stoppen. 100.000 Hektar Urwald sind durch den Bau der Pisten und damit verbundener Aktivitäten bedroht.

Die Pisten dienen der Anlage von Ölpalmplantagen. Das führt zur Abholzung der Regenwälder, zum Verlust der Biodiversität, zur Verseuchung der Böden und des Wassers sowie anderen gravierenden Umweltauswirkungen. Außerdem werden dadurch die Menschen und Grundrechte der dort lebenden indigenen Völker verletzt.

Der Bau von Verkehrswegen im Bajo Rayal fördert Auftragsmorde, den Landhandel zur Anlage von Palmölmonokulturen und die massive Abholzung der Urwälder. Indigene Territorien wie das des Dorfes Santa Clara de Ushunya sind davon betroffen sowie die rechte aller Bürger Perus. Die Probleme werden von Palmölfirmen mit der Beteiligung von Funktionären der Regionalregierung von Ucayali verursacht.

Mit freundlichen Grüßen

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