Es weihnachtet - und die Kinder schuften

Schoko-Produkte Schoko-Produkte (© RdR)

Schokolade hat eine dunkle Seite: 1,2 Millionen Kinder arbeiten auf den Plantagen, die meisten Kakaobauern verdienen nicht genug Geld für ihren Lebensunterhalt. Regenwälder werden selbst in Schutzgebieten gerodet. Wir brauchen dringend eine EU-weite Regulierung, um diese Verbrechen zu beenden.

Appell

An: Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner

„Um Kinderarbeit, Menschenrechtsverletzungen und Regenwaldzerstörung zu beenden, brauchen wir eine EU-Regulierung für den Kakao-Sektor.“

Ganzes Anschreiben lesen

Weihnachtszeit ist Schokoladenzeit. Doch nicht jedes Kind kann die Feiertage genießen. 1,2 Millionen müssen auf den Kakaoplantagen ihrer Eltern schuften, deren Einkommen kaum zum Überleben reicht. Alle Familienmitglieder packen mit an – trotzdem können sie der Armut nicht entrinnen. Der Schoko-Weihnachtsmann macht ihnen keine Freude.

Viele Kakaoplantagen wurden dort angelegt, wo zuvor Regenwald wuchs. Die Elfenbeinküste, einer der weltweit größten Produzenten, hat bereits nahezu all seine Wälder eingebüßt, einschließlich Habitat der vom Aussterben bedrohten Schimpansen. Selbst in Nationalparks wird Wald für die Kakao-Produktion vernichtet. Am Amazonas in Peru wurden Hunderte Hektar unberührten Regenwaldes zerstört.

Nichts von dem ist neu. Firmen versprechen seit zwei Jahrzehnten, Kinderarbeit, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen zu beenden, doch geschehen ist wenig. Unternehmen fürchten Kunden und Profite zu verlieren, wenn sie als erste aktiv werden und deshalb die Preise erhöhen müssen, während die Konkurrenten weiterhin billig verkaufen.

Da Versprechen und freiwillige Selbstverpflichtungen nicht funktionieren, brauchen wir dringend eine verbindliche Regulierung durch die EU. Nach Europa importierter Kakao muss:

- frei sein von Menschenrechtsverletzungen inklusive Kinderarbeit und Zwangsarbeit.

- Bauern ein Einkommen bieten, von dem sie ihre Familien ernähren können.

- frei sein von Regenwaldvernichtung und anderer Umweltzerstörung.

Die EU ist Importeur Nummer 1, Hersteller Nummer 1 und Verbraucher Nummer 1 von Schokolade weltweit. Wenn die EU dieser Krise nicht bewältigt, macht es niemand. Die EU muss ihrer Verantwortung gerecht werden.

Bitte unterstützen Sie unsere Forderung mit Ihrer Unterschrift.

Hinter­gründe

Kinder lieben Adventskalender: jeden Tag ein Türchen öffnen, jeden Tag ein bisschen Schokolade naschen, bis endlich Weihnachten ist.

Dieser Adventskalender ist ein ganz besonderer. Weihnachtlich anmutende Rentiere, Pinguine und Eisbären treffen ihre Freunde aus dem Regenwald wie Affen, Faultiere und Elefanten – eine fantastische Vorstellung.

Doch im Kalender verbirgt sich eine bittere Wirklichkeit: Kinderarbeit und Umweltzerstörung sind im Kakao-Sektor weit verbreitet. Um das zu bekämpfen finden Sie hinter jedem Türchen Kampagnen, Informationen und Anregungen für faire und umweltverträgliche Schokolade.

Wir verwandeln die Adventszeit in vier Wochen voller Aktionen für die Kinder in der Elfenbeinküste, Ghana und anderen Ländern und für die Natur.

Bitte machen Sie mit! Folgen Sie diesem Link, klicken Sie auf die Sternchen, facebooken Sie den Kalender, twittern Sie darüber.

Adventskalender Mighty Earth Kakao

An­schreiben

An: Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner

Sehr geehrte Bundesministerin Julia Klöckner,

Schokolade hat eine dunkle Seite: 1,2 Millionen Kinder arbeiten auf den Plantagen, Bauern verdienen nicht genug für ihren Lebensunterhalt, Wälder werden zerstört. Trotz Jahrzehnten voller freiwilliger Initiativen hat der weltweite Kakao-Sektor wenig Fortschritt gemacht, diese drängenden Probleme zu beheben.

Eine Regulierung durch die EU ist nötig, um Verbesserungen in der gesamten Branche herbeizuführen und um alle Akteure für ihren Umgang mit der Umwelt und mit sozialen Aspekten verantwortlich zu machen. Als weltweit führender Importeur, Hersteller und Konsument von Kakao und Schokolade hat die EU entscheidenden Einfluss darauf.

Eine Regulierung birgt für Firmen große Vorteile, da sie Menschenrechte achten und die Umwelt schonen können, ohne befürchten zu müssen, dass Konkurrenten die Preise zulasten der Nachhaltigkeit unterbieten.

Während der Welt-Kakaokonferenz 2018 in Berlin stellte die Berlin Deklaration fest, dass freiwillige Vereinbarungen bislang keinen zufriedenstellenden Effekt gezeigt haben und eine Regulierung durch Regierungen nötig sei.

Kunden in Europa wollen sicher sein, dass die Schokolade, die sie kaufen,

- frei ist von Menschenrechtsverletzungen inklusive Kinderarbeit und Zwangsarbeit.
- Bauern ein Einkommen bietet, von dem sie ihre Familien ernähren können.
- frei ist von Regenwaldvernichtung und anderer Umweltzerstörung.

Frankreich hat bereits Unterstützung für eine EU-Regulierung signalisiert. Deutschland muss sich ebenfalls dafür stark machen. Entgegen positiven Signalen aus anderen Teilen der Regierung, zeigt das Bundeslandwirtschaftsministerium öffentlich kein Interesse an der Unterstützung für das Gesetz, das Kinder und unseren Planeten schützen würde.

Bitte helfen Sie, Kinder, die Landbevölkerung und die Umwelt in den Kakao produzierenden Ländern zu schützen und unterstützen Sie eine EU-Regulierung für den globalen Kakaosektor.

Mit freundlichen Grüßen

Diese Petition ist in folgenden Sprachen verfügbar:

Petition unterschreiben

Helfen Sie, das Etappenziel von 100.000 Unterstützern zu erreichen:

70.266

Wir verwenden Ihre Daten ausschließlich für unsere Kampagnen. Eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt. Wir werden Sie über weitere Aktionen informieren.

Letzte Aktivitäten
Mehr letzte Aktivitäten