Humboldt-Pinguine brauchen endlich Schutz!

Pinguine Chile Einige tausend Brutpaare der bedrohten Humboldt-Pinguine brüten in der Meeresregion La Higuera - Isla Chañaral in Chile (© Stefan Görlitz / Sphenisco)

Das Brutgebiet der Humboldt-Pinguine vor der nordchilenischen Küste ist ein „Hope Spot“, ein Ort der Hoffnung für das Leben auf der Erde. Doch wie in der Vergangenheit bedrohen erneut Hafen- und Bergbauprojekte die seltenen Pinguine. Chiles Umweltschützer fordern ein strenges Schutzgebiet, um den Lebensraum der Vögel zu bewahren!

Appell

An: Präsident Sebastián Piñera

„Stellen Sie den Lebensraum der Pinguine unter strengen Schutz und beantragen Sie die Anerkennung der Meeresregion La Higuera-Isla Chañaral als UNESCO-Welterbe.“

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Die Meeresregion „La Higuera-Isla Chañaral“ beherbergt eine einzigartige Artenvielfalt und gilt wegen ihrer Bedrohung als einer der 35 Hotspots der Biodiversität der Welt: Wale und Delfine tummeln sich hier vor der chilenischen Küste. Seltene Humboldt-Pinguine zieht auf den Inseln ihren Nachwuchs auf. Das Gebiet ist das Nahrungs- und Brutgebiet für rund 80 Prozent der weltweiten Population.

Seit über 20 Jahren gefährden Industrieprojekte wie Kohlekraftwerke, Bergwerke und Häfen das artenreiche Meeresgebiet.

Kürzlich erhielt das Bergbau- und Hafenprojekt „Dominga“ nach einer fragwürdigen Abstimmung der Regionalregierung Coquimbo eine Zulassung, nachdem sie zuvor auch vom Rat der Minister abgelehnt worden war.

Der Hafen Cruz Grande der Firma Compañía Minera del Pacífico S.A. (CMP) wurde 2015 bereits genehmigt. Weil CMP innerhalb von fünf Jahren nicht mit dem Bau der Hafenanlage begonnen hat, ist die Genehmigung inzwischen verfallen. Dennoch weigert sich die Umweltbehörde zu bestätigen, dass die Genehmigung erloschen ist

Wir fordern, die Meeresregion „La Higuera-Isla Chañaral“ endgültig zur strengen Schutzzone und das maritime Paradies zum UNESCO-Weltnaturerbe zu erklären.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Unterschrift.

Hinter­gründe

Humboldt Archipel in Nordchile - Schutz beschlossen, aber NICHT realisiert

Das Meer vor der chilenischen Küste ist wegen kalter Aufquellgebiete im Humboldt-Strom sehr artenreich. Im Norden des Landes liegt das Humboldt-Archipel, das von der Mission Blue Foundation zum „Hope Spot“, zu einem Ort der Hoffnung für das Leben auf dem Planeten erklärt wurde.                                                                                                  

Hope Spot

Das einzigartige und unersetzliche Ökosystem wird von der internationalen Wissenschaft als vorrangig für den weltweiten Schutz eingestuft. Die besondere Bedeutung ergibt sich    

  1. aus den besonderen ozeanographischen Bedingungen eines permanenten Auftriebes im Meer, der diese Region von anderen Gebieten des Landes unterscheidet. Hier steigt kaltes Wasser an die Oberfläche und führt Nährstoffe mit, die das Wachstum und die Entwicklung großer Mengen von Plankton und Phytoplankton begünstigen.
  2. Aus der Topographie mit vielen Inseln und Inselchen entlang der Küste dieses Gebiets, die das Leben von Larven und die Stadien ihrer Entwicklung z.B. der am Boden lebenden Meerestiere begünstigen.                                                            
  3. Aus den vorherrschenden Süd-Nord-Strömungen und Winden, die zu einer Verbreitung der Larven führen. Es werden so auch Larven aus weiter südlich gelegenen Gebieten transportiert, und wegen der besonderen Topographie und Ozeanographie hier festgehalten.

Diese Bedingungen schaffen einen Lebensraum für etwa 25 Seevogelarten, von denen neun endemisch sind, für Meeressäuger, wie den vom Aussterben bedrohten Meeresotter (Lontra felina), den Großen Tümmler (Tursiops truncatus) und elf Walarten. Hier lebt auch 80 Prozent der Weltpopulation des Humboldt-Pinguins (spheniscus humboldti), der von der Weltnaturschutzunion IUCN als "gefährdet" eingestuft wird.

Die Meeresregion ist zudem, mit einer großen Anzahl von am Boden lebenden Meerestieren, eine der produktivstenen des Landes. Die Gebiete werden von Fischern und Tauchern genutzt und gepflegt.                                                                          

Gefahr durch Bergbau- und Hafenprojekte 

Das Bergbau- und Hafenprojekt „Dominga“ wurde von der Regionalregierung Coquimbo und dem Rat der Minister abgelehnt, erhielt aber kürzlich in einer fragwürdigen Abstimmung der aktuellen Regionalregierung eine Zulassung. Der Hafen Cruz Grande der Firma Compañía Minera del Pacífico S.A. (CMP) wurde 2015 bereits genehmigt. Weil CMP innerhalb von 5 Jahren nicht mit dem Bau der Hafenanlage begonnen hat, ist die Genehmigung inzwischen verfallen. Dennoch weigert sich die Umweltbehörde zu bestätigen, dass die Genehmigung erloschen ist.  

Im August 2021 wurde durch Veröffentlichungen in der Online-Zeitung Voceríal virtual und anderen chilenischen Medien bekannt, dass das Minen-Projekt „Dominga“ ein großer Betrug zu sein scheint. Die Firma Andes Iron gibt auf ihrer Website an, hochwertige und wettbewerbsfähige Produkte produzieren zu wollen. Die Investitionskosten werden mit 2,5 Milliarden Dollar beziffert. Der Geologe Mario Rojo Lara, ein erfahrener und anerkannter Fachmann, hat den Eisenerz- und Kupfergehalt der Mine untersucht und festgestellt, dass er nicht den Anforderungen internationaler Märkte entspricht. Um Investoren zu gewinnen, werden auch die Angaben zum Kapitalbedarf des Projektes zu niedrig angesetzt. Wörtlich: „Die Mine Dominga ist reine Spekulation. Es handelt sich nicht um echten Bergbau“ (s.a. sphenisco.org).                                                                                                             

Schutz des Humboldt-Archipels

Es gibt zwar zwei kleine Meeresschutzzonen (Reserva Marina Islas Choros y Damas und Reserva Marina Isla Chañaral) und das Nationale Schutzgebiet des Humboldt-Pinguins (Reserva Nacional Pingüino de Humboldt), die sich lediglich einen Kilometer um die Brutinseln erstrecken. Sie beherbergen rund 4.000 Brutpaare des Humboldt-Pinguins. Es gibt nur punktuell geschützte Gewässer, statt der erforderlichen umfassenden Schutzzone. Das wird auch nicht annähernd der Lebensweise der Humboldt-Pinguine und anderer Meerestiere gerecht. 

Die Umweltschutzorganisation Oceana hat bereits im Jahr 2010 beantragt, das „Humboldt-Archipel“ großräumig unter Schutz zu stellen, um bedrohte Arten zu schützen und den Reichtum des Meeres für Einheimische und Besucher zu erhalten. Zu den Bewohnern der Küste gehören auch Gemeinschaften des indigenen Volkes Chango, die ebenfalls vom Meer leben.

Es ist höchste Zeit das erforderliche Dekret für die “Schutzzone mit verschiedener Nutzung Humboldt-Archipel“ mit der Größe von 3.423 Quadratkilometern und 294 Kilometern Küstenlinie zu erlassen. Chile würde damit auch seiner Zusage vom Januar 2021, 30 Prozent der Meeres- und Landfläche bis 2030 unter Schutz zu stellen, umsetzen.

Forderung: Realisierung und nachhaltige Gestaltung der Schutzzone

Der Küstenbereich für die „Schutzzone mit verschiedener Nutzung“ (AMCP-MU) zeichnet sich durch biologische Vielfalt und handwerkliche Fischerei aus. Mit der offiziellen Erklärung zur “Schutzzone“ sollen zwei Ziele erreicht werden:

  1. Die Vielfalt besonderer und gefährdeter Arten, ihre Lebensräume, ihre Nahrungs- und Fortpflanzungsgebiete zu erhalten, umso mehr da 60-80 Prozent der Arten endemisch sind und ausschließlich dort vorkommen.         
  2. Die Förderung nachhaltiger wirtschaftlicher Aktivitäten, die bereits heute praktiziert werden. Dazu gehören die Stärkung der handwerklichen Fischerei und der Ernte von Meeresfrüchten sowie sanfter Tourismus. Alle diese Aktivitäten sind Grundlage des Lebensunterhalts der Anwohner.

Gründe

  1. In dem Gebiet leben zahlreiche vom Aussterben bedrohte Arten. Dazu gehören Meeresotter (Lontra felina), Garnotsturmvögel (Pelecanoides garnotii), Guanotölpel (sula variegata), Zwergseeschwalben (Sternula albifrons) und der Humboldt-Pinguin (Spheniscus humboldti). Außerdem leben hier mehr als elf Walarten wie Blauwale (Balaenoptera musculus) und Finnwale (Balaenoptera physalus) sowie zahlreiche andere endemische Arten im Meer und auf dem Land.  
  2. Die Fischerei dieser Region ist die produktivste in Nord und Zentral-Chile.               
  3. Die Region ist von hohem touristischen Interesse. Nach Angaben chilenischer Behörden besuchten vor der Pandemie rund 100.000 Touristen das Gebiet. Dieser Wirtschaftszweig trägt zur Existenzsicherung vieler Familien bei. Die AMCP-MU ermöglicht also sehr unterschiedliche nachhaltige Aktivitäten, die die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinden fördern und nicht erschweren.
  4. Chile hat sich in der Konvention zur biologischen Vielfalt (CBD) verpflichtet 10 Prozent seiner Meeresgebiete unter Schutz zu stellen. Im Januar 2021 hat Chile sich gemeinsam mit rund 50 anderen Staaten zu dem Ziel bekannt, 30 Prozent der Meeres- und Landfläche bis 2030 unter Schutz zu stellen.

Begutachtung abschließen

Seit mehr als 20 Jahren arbeiten Behörden, Fischerei- und Umweltorganisationen der Gemeinde, Wissenschaftler und NGOs am Schutz dieses Gebietes. 357.000 Menschen in aller Welt unterstützten Petitionen von „Rettet den Regenwald“ zum Schutz der Humboldt-Pinguine und des Archipels.

Die Schutzzone mit verschiedener Nutzung „AMCP-MU de Humboldt Archipiélago“ kann verhindern, dass dieses auf der Welt einzigartige Ökosystem durch wirtschaftliche Aktivitäten, die mit dem Schutz der Biodiversität und nachhaltiger Fischerei unvereinbar sind, irreversibel geschädigt wird.

An­schreiben

An: Präsident Sebastián Piñera

Menschen aus aller Welt bitten Sie, die Megaprojekte „Minero port Dominga" und „Puerto Cruz Grande" zu verhindern, weil sie eine ernsthafte Bedrohung für das Humboldt-Archipel darstellen.

Beide Projekte wurden genehmigt, obwohl chilenische und internationale Wissenschaftler immer wieder darauf hingewiesen haben, dass diese Region wegen ihrer globalen Bedeutung für die biologische Vielfalt geschützt werden muss. In diesem Meeresgebiet leben rund 4.000 Brutpaare des Humboldt-Pinguins. Die „Reserva Nacional Pingüino de Humboldt“ beheimatet damit rund 80 Prozent der weltweiten Population dieser Tierart, die auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion als „gefährdet“ (vulnerable) geführt wird.

Doch seit über 20 Jahren bedrohen immer wieder Mega-Projekte dieses einzigartige Ökosystem. Durch Industriehäfen würden auch Delfine und Wale ihre Jagdgründe verlieren, viele Meerestiere würden durch Schiffsverkehr und Wasserverschmutzung empfindlich gestört. Die Bewohner der Küste verlören ihr Einkommen aus Fischfang, Ernte von Meeresfrüchten und Tourismus.

2010 haben Sie in Ihrer ersten Amtszeit das Barrancones-Projekt - den Bau von Kohlekraftwerken - verhindert und versprochen, das Humboldt-Archipel zu schützen.

2017 hat der Ministerrat für Nachhaltigkeit einstimmig beschlossen, diese Küsten- und Meeresregion von hoher internationaler Bedeutung zu bewahren und eine Schutzzone mit verschiedener Nutzung (AMCP-MU) einzurichten. Da die erforderliche Verordnung nicht erlassen wurde, blieb die Meeresregion allerdings ungeschützt.

Chile hat sich in mehreren internationalen Abkommen verpflichtet, dem Klimawandel und dem Verlust von Arten entgegenzuwirken. Vor kurzem hat Chile sich zusammen mit 50 anderen Ländern das Ziel gesetzt, 30 Prozent der Ozeane und Landflächen bis 2030 zu schützen. Die Genehmigungen der beiden Projekte stehen im krassen Gegensatz zu den eingegangenen Verpflichtungen, zu Ihrem persönlichem Versprechen von 2010 und zu Ihren Äußerungen, wonach die Klimakrise eine große Herausforderung für Länder und Bürger sei, „den Lauf der Geschichte zu ändern und einen verbrannten Planeten zu vermeiden".

Die Genehmigungen von „Minero port Dominga" und „Puerto Cruz Grande" enthalten immer wiederkehrende Fehler: schwerwiegende Bedenken der regionalen Behörden für Fischerei und für Schutzgebiete wurden ignoriert. Entschieden wurde nach Kriterien zentraler Dienste. Es blieb unberücksichtigt, dass dort Schutzgebiete liegen (Inseln Choros und Damas, Insel Chañaral sowie das Nationale Schutzgebiet Pingüino de Humboldt).

Die Regionalregierung Coquimbo und der Rat der Minister haben das Bergbauprojekt „Dominga“ mit Hafen in Totoralillo Norte abgelehnt. Die Klagen der Firma Andes Iron gegen diese Entscheidungen beschäftigen seit Jahren die Gerichte.

Wollen Sie auf den Projekten bestehen, die ökologischen Schaden anrichten?

Sie, Herr Präsident, haben in Paris betont, dass ein Ökozid vermieden werden muss. Dafür müssen die Projekte „Dominga“ und „Cruz Grande“ verhindert und das 2010 vorgeschlagene Dekret zur Schaffung des Küstenschutzgebiets AMCP-MU Archipielago Humboldt unterschrieben werden.

Hochachtungsvoll

5-Minuten-Info zum Thema: Biodiversität

Die Ausgangslage: Warum ist Biodiversität so wichtig?

Biodiversität oder Biologische Vielfalt umfasst drei Bereiche, die sehr eng miteinander verbunden sind: die Artenvielfalt, die genetische Vielfalt innerhalb der Arten und die Vielfalt der Ökosysteme wie z.B. Wälder oder Meere. Jede Art ist Teil eines hoch komplexen Beziehungsgeflechts. Stirbt eine Art aus, wirkt sich das auf viele andere Arten und ganze Ökosysteme aus.

Weltweit sind derzeit fast 2 Millionen Arten beschrieben, Experten schätzen die Anzahl weitaus höher. Tropische Regenwälder und Korallenriffe gehören zu den artenreichsten und am komplexesten organisierten Ökosystemen dieser Erde. Rund die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten lebt in den Tropenwäldern.

Die biologische Vielfalt ist für sich alleine schützenswert und gleichzeitig unsere Lebensgrundlage. Wir nutzen täglich Nahrungsmittel, Trinkwasser, Medizin, Energie, Kleidung oder Baumaterialien. Intakte Ökosysteme sichern die Bestäubung von Pflanzen und die Bodenfruchtbarkeit, schützen uns vor Umweltkatastrophen wie Hochwasser oder Erdrutschen, reinigen Wasser und Luft und speichern das klimaschädliche CO2.

Die Natur ist auch die Heimat und zugleich ein spiritueller Ort vieler indigener Völker. Sie sind die besten Regenwaldschützer, denn besonders intakte Ökosysteme findet man in den Lebensräumen von indigenen Gemeinschaften.

Der Zusammenhang zwischen dem Verlust von Natur und der Ausbreitung von Pandemien ist nicht erst seit Corona bekannt. Eine intakte und vielfältige Natur schützt uns vor Krankheiten und weiteren Pandemien.

Die Auswirkungen: Artenschwund, Hunger und Klimakrise

Der Zustand der Natur hat sich weltweit dramatisch verschlechtert. Rund 1 Million Tier- und Pflanzenarten sind in den nächsten Jahrzehnten vom Aussterben bedroht. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN sind derzeit 37.400 Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht - ein trauriger Rekord! Experten sprechen von einem sechsten Massenaussterben in der Geschichte der Erde - das Tempo des globalen Artensterbens ist durch den Einfluss des Menschen um Hunderte mal höher als in den letzten 10 Mio. Jahren.

Auch zahlreiche Ökosysteme weltweit - 75 % Landfläche und 66 % Meeresfläche - sind gefährdet. Nur 3% sind ökologisch intakt – z.B. Teile des Amazonas und des Kongobeckens. Besonders betroffen sind artenreiche Ökosysteme wie Regenwälder und Korallenriffe. Rund 50% aller Regenwälder wurden in den letzten 30 Jahren zerstört. Das Korallensterben nimmt durch den globalen Temperaturanstieg immer weiter zu.

Hauptursachen für den massiven Rückgang der Biodiversität sind die Zerstörung von Lebensraum, intensive Landwirtschaft, Überfischung, Wilderei und Klimaerwärmung. Rund 500 Milliarden US-Dollar jährlich werden weltweit in die Zerstörung der Natur investiert - in Massentierhaltung, Subventionen für Erdöl und Kohle, Entwaldung und Flächenversiegelung.

Der Verlust an Biodiversität hat weitreichende soziale und ökonomische Folgen, die Ausbeutung der Ressourcen geht zu Lasten von Milliarden Menschen im globalen Süden. Die UN kann die 17 Ziele zur nachhaltigen Entwicklung z.B. die Bekämpfung von Hunger und Armut nur erreichen, wenn die Biodiversität weltweit erhalten und für die nächsten Generationen nachhaltig genutzt wird.

Ohne den Erhalt der Biodiversität ist auch der Klimaschutz bedroht. Die Zerstörung von Wäldern und Mooren – als wichtige CO2-Senken - heizt den Klimawandel weiter an.

Die Lösung: Weniger ist mehr!

Die natürlichen Ressourcen der Erde stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung. Knapp zwei Erden verbrauchen wir Menschen, bei derzeitigem Ressourcenverbrauch werden es 2050 mindestens drei sein. Um für den Erhalt der biologischen Vielfalt als unserer Lebensgrundlage zu kämpfen, müssen wir den Druck auf die Politik weiter erhöhen.
Und auch in unserem Alltag lässt sich viel bewegen.

Mit diesen Alltags-Tipps schützt man auch die biologische Vielfalt:

  1. Öfter mal pflanzlich: Mehr buntes Gemüse und Tofu auf den Teller oder am besten gar kein Fleisch! Rund 80% der Agrarflächen weltweit werden zur Tierhaltung und zum Anbau von Tierfutter genutzt.
  2. Regional und Bio: Ökologisch erzeugte Lebensmittel verzichten auf den Anbau von riesigen Monokulturen und den Einsatz von Pestiziden. Der Kauf von regionalen Produkten spart zudem Unmengen an Energie!
  3. Bewusst leben: Brauche ich schon wieder neue Klamotten oder ein Handy? Oder kann ich Alltagsdinge auch gebraucht kaufen? Es gibt gute Alternativen zu Produkten mit Palmöl oder Tropenhölzern! Tropische Haustiere wie z.B. Papageien oder Reptilien sind tabu! Berechne jetzt deinen ökologischen Fußabdruck.
  4. Werde Bienenfreund:in: Auf dem Balkon oder im Garten freuen sich Bienen und andere Insekten über vielfältige, leckere Pflanzen. Aber auch ohne eigenes Grün kann man in einem Naturschutzprojekt in der Region aktiv werden.
  5. Protest unterstützen: Demonstrationen oder Petitionen gegen die Klimaerwärmung oder für eine Agrarwende üben Druck auf Politiker:innen aus, die auch für den Schutz der biologischen Vielfalt verantwortlich sind.

Lesen Sie hier, warum so viele Arten aussterben, bevor sie überhaupt entdeckt werden.

Diese Petition ist in folgenden Sprachen verfügbar:

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