Nicht in den Zoo: Lasst die Elefantenkinder frei!

Junger Elefant mit Herde in Afrika Elefanten brauchen ihre Familie. Foto: Flickr/Vaughan Leiberum - CC BY 2.0 (© Flickr / Vaughan Leiberum - ( CC BY 2.0 ))
99.269 Teilnehmer

Ende der Aktion: 08.07.2015

Ein schreckliches Schicksal. 36 Elefantenkinder wurden in Simbabwe gefangen. Sie sollen an Zoos in Asien verkauft werden. Für die Tiere endet die Gefangennahme nicht selten mit dem Tod. Ohne Familie können Elefanten nicht gesund und glücklich aufwachsen. Wir fordern: Stoppt den Elefantenhandel!

Appell

An: Saviour Kasukuwere, Umweltminister, Walter Mzembi, Tourismusminister

„In Simbabwe wurden 36 Elefantenkinder gefangen, um sie an Zoos in Asien zu verkaufen. Fordern Sie den Stopp des Handels mit Elefantenkindern!“

Ganzes Anschreiben lesen

Die Umweltschützer vom ZCTF (Zimbabwe Conservation Task Force) berichten von dem Fang mehrerer dutzend Jungelefanten in Simbabwes Hwange-Nationalpark. Die von ihrer Herde getrennten Tiere sollen nun ins Ausland verschifft werden. Sowohl China als auch die Vereinigten Arabischen Emirate sollen Interesse bekundet haben, die Babyelefanten in Zoos und Zirkussen auszustellen.

Die Regierung Simbabwes argumentiert, der Handel mit lebendigen Wildtieren sei rechtmäßig und das Wohl der Tiere sei durch die Einhaltung internationaler Abkommen gewährleistet. Hierzu zählt unter anderem das Washingtoner Artenschutzabkommen CITES, zu dessen Vertragsstaaten auch Zimbabwe zählt. Das Abkommen legt fest, dass beim Transit, bei der Verschiffung und bei der Haltung der Tiere darauf zu achten ist, dass sie nicht verletzt werden oder unter brutalen Behandlungen zu leiden haben.

Auch wenn diese Vorgaben auf dem Papier eingehalten werden – die Realität sieht anders aus:
Das Einfangen der Elefanten, die Trennung von der Herde, die langen Transportwege und die neue Umgebung führen bei den Tieren zu großem Stress und können schwere Traumata verursachen. In ihrem neuen Zuhause – den Zoos und Zirkussen – erwarten sie dann die Monotonie der Käfige und Misshandlungen durch die Pfleger. Nicht selten sterben die Jungelefanten schon nach kurzer Zeit. Von den vier Elefantenkinder, die 2012 nach China exportiert wurden, lebt inzwischen nur noch eines.

Wir fordern die Regierung Simbabwes auf, die jüngst im Hwange-Nationalpark gefangenen Elefanten vor diesem Schicksal zu bewahren. Die Elefantenkinder müssen in Kooperation mit Naturschutzverbänden im Land verbleiben, um später wieder in eine Herde eingegliedert zu werden. Unterschreiben Sie dafür bitte die Petition zum Stopp des Elefantenhandels.

An­schreiben

An: Saviour Kasukuwere, Umweltminister, Walter Mzembi, Tourismusminister

Stoppt den Handel mit Elefantenkindern
Lasst die Elefantenkinder frei!

Sehr geehrter Herr Umweltminister Kasukuwere, Sehr geehrter Herr Tourismusminister Mzembi,

mit großem Entsetzen habe ich die Berichte von Umweltschützern zu ihrem erneuten Elefantenfang im Hwange-Nationalpark gelesen: Bis zu 36 Jungelefanten im Alter von zweieinhalb bis fünf Jahren sollen ins Ausland verkauft werden, um dort in Gefangenschaft zu leben.

Das Einfangen der Elefanten und die Trennung von der Herde haben sowohl für die aus ihrer Familie gerissenen Elefantenkälber als auch für die verbleibenden Elefanten verheerende Folgen. Die Jungelefanten erleiden durch die erzwungene Trennung, die neue Umgebung und durch lange Transportwege schwerwiegende Traumata. Nicht selten endet die Reise für sie tödlich – Medienberichten zufolge soll bereits eines der jüngst gefangenen Elefantenjungen nicht mehr am Leben sein.

Genehmigen Sie den Verkauf der restlichen Elefanten ins Ausland, droht diesen ein ähnliches Schicksal: Die Überlebenschancen von Elefanten in Gefangenschaft sind gering - von den vier wilden Elefantenjungen die Sie 2012 an China verkauften, starb die Mehrzahl nach kurzer Zeit.

Ich fordere Sie auf, den grausamen Handel mit den Jungelefanten zu stoppen. Die Elefantenjungen müssen in Kooperation mit Naturschutzverbänden im Land verbleiben um später wieder in eine Herde eingegliedert zu werden.

Ich bitte Sie außerdem, die Position ihrer Regierung bezüglich des Verkaufes von Wildtieren zu überdenken. Solch eine Verschiffung von gefährdeten Arten zum Zweck ihrer Ausstellung in ausländischen Zoos und Zirkussen läuft dem Image Simbabwes als touristisches Naturparadies entgegen.

Mit elefantenfreundlichen Grüßen