Umweltschützer retten Kinder und Frauen

04.01.2005

Die Provinz Aceh im Norden der indonesischen Insel Sumatra ist von der Flutkatastrophe besonders schlimm betroffen. Walhi, das größte indonesische Netzwerk von Umweltgruppen, hat inzwischen fast 60 Leute aus der Hauptstadt Jakarta und anderen Landesteilen nach Aceh geschickt. Walhi-Mitarbeiter Rivani Noor hat per SMS berichtet, in vielen Dörfern an der Küste habe niemand überlebt. Die Hamburger Umweltorganisation „Rettet den Regenwald“ hat eine Spendenaktion gestartet, mit der sie direkt ihre indonesische Partnerorganisation Walhi unterstützt. Bis jetzt sind Zusagen in Höhe von 35.000 Euro eingegangen, das Geld wird direkt an Walhi weiter geleitet. „Wir werden uns auf Kinder und Frauen konzentrieren“, schreibt Rivani Noor. Neben Grundnahrungsmitteln, sauberem Wasser und Medikamenten bräuchten vor allem von der Flut traumatisierte Kinder gezielte Hilfe, „um in ihnen wieder die Hoffnung auf eine Zukunft aufzubauen.“ „Rettet den Regenwald“ wird bei der Spendenaktion von der deutschen Indonesienexpertin und TV-Journalistin Inge Altemeier unterstützt, die seit vielen Jahren Sumatra regelmäßig bereist und in ihren Filmen Menschenrechtsverletzungen und Regenwaldzerstörung dokumentiert hat. Inge Altemeier spricht die Landessprache und wird ab dem 8. Januar in Aceh den Walhi-Leuten dabei helfen, dass die Gelder direkt bei den Opfern ankommen. Mittelfristig will Walhi auch ökologische und soziale Hilfe leisten, um hunderttausende Waldbewohner in kleinen Dörfern vor der Holzmafia zu schützen. „Wir befürchten, dass selbst in dieser extremen Notsituation skrupellose Menschen nicht davor zurückschrecken, das Chaos zu nutzen und illegal Tropenholz einzuschlagen“, sagt Reinhard Behrend, Vorsitzender von „Rettet den Regenwald“. „Neben den Flutopfern würden zusätzlich hunderttausende Menschen ihre Existenzgrundlage verlieren.“ Walhi hat sich in der Vergangenheit vehement für Menschenrechte und Umweltschutz eingesetzt. Die Umweltorganisation hat kriminelle Holzhändler vor Gericht gebracht und Opfern der Zellstoffkonzerne geholfen, die für ihre Papierproduktion rücksichtslos die letzten Regenwälder vernichten. Wer die Hilfsaktion unterstützen will, kann direkt über das Internet unter www.regenwald.org spenden oder über das Konto von „Rettet den Regenwald“ unter dem Stichwort „Flutopfer“: SPARDA-BANK HAMBURG BLZ 206 905 00 Konto 0000 600 463 Achtung Redaktionen! Wir können Ihnen auf Wunsch einen Kontakt zu Inge Altemeier herstellen. Anfragen bitte an unseren Pressesprecher Werner Paczian, Tel. 0251-66 53 07 oder 0171-83 99 059, e-mail: paczian.presse@t-online.de