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Beispiele misslungener Projekte der EU

• Ein Projekt zur Nutzung von Nicht-Holzprodukten im Wald, wie Honig, Bambus, Pilzen etc. auf Palawan in den Philippinen ignorierte Besitzrechte und ökologische Grundlagen und die Gewohnheiten der Bewohner. • Durch das Natural Forest Management and Conservation Project in Uganda wurden über 100.000 Menschen aus den Waldgebieten vertrieben, zum Teil gewaltsam. Die Vorkehrungen für neue Siedlungen waren unzureichend. • Eine Strasse sollte den Krahn-Bassa National Wald, ein Biosphären Reservat in Liberia durchschneiden. Die EU-Vertretung in Liberia bestätigt, dass Umweltaspekte kaum beachtet wurden. • Die Abwässer der Ok Tedi Erzmine in Papua Neu Guinea haben alles Leben im Ok Tedi Fluss auf 70 Kilometer getötet, Urwaldgebiete unter Schlamm begraben und die Bevölkerung geschädigt. • Die Grande Carajas Eisenerzmine in Brasilien hat zu grossflächiger Entwaldung geführt, vor allem durch Holzkohlegewinnung entlang der Eisenbahn. • In Ghana förderte die EU den Ausbau der Häfen von Tema und Takoradi für den Export von immer knapper werdendem Tropenholz und jüngst auch noch Strassen in den Regenwald, die hauptsächlich dem Holzhandel nützen. • Das Landwirtschaftliche Entwicklungsprojekt in Esmeraldas, Ecuador hätte nach den Vorschriften der EU eine Umweltstudie erfordert. Die wurde jedoch nicht durchgeführt. • In Paraguay wurde neues Land für die arme Bevölkerung erschlossen. Es erwies sich jedoch als unbewohnbar. Durch Konsultation der Bevölkerung hätte man die Fehler vermeiden können. • Die EU-Hilfe für das Casiquiare-Biosphären-Reservat in Venezuela leidet unter zahlreichen Konflikten und Streitigkeiten. Die Bewohner des Gebiets wurden bei der Planung nicht konsultiert. Touristencamps im Reservat wurden zu einem Streitfall. Weil die EU-Hilfe nur schleppend voran kam, beklagten sich Indianer über fehlende medizinische Unterstützung. Illegale Goldsucher konnten nicht ausgewiesen werden. Das EU-Projekt wurde einem grösseren Plan der Venezolanischen Regierung untergeordnet, bei dem es um Ausweitung von Infrastruktur, militärische Einrichtungen wie Landebahnen und Siedlungen geht. • Ölpalmplantagen in der Nähe von Yenagoa in Nigeria sollten die Versorgung mit Palmöl verbessern. Das Land der Bauern in dem Gebiet wurde zu einem Spottpreis enteignet, ein riesiger Damm errichtet, der zum Absterben von zahlreichen Bäumen führte. Die Kanäle und Bäche, die für die Einheimischen mit ihren Kanus als Transportwege dienten, wurden zerstört. Seen mit Fischen wurden durch Gifte, die in Europa verboten sind vergiftet. Strassen führten dazu, dass der Wald ausgeplündert wurde. Die einheimische Bevölkerung kämpfte mit Streiks und Sabotage gegen das Projekt. 1995 wurde die EU-Hilfe wegen der Ermordung von Ken Saro Wiwa durch die Regierung suspendiert. • Strassenbauprojeket in Kamerun. Der Leiter des Reservats wurde nicht zu den Auswirkungen des Strassenbaus befragt, zahlreiche Anwohner erfuhren erst von dem Bau, als die Bulldozer anrückten.