Stoppt Monsanto-Soja!

In Südamerika werden die Tropenwälder für den Soja-Anbau abgeholzt. Dort breiten sich die genetisch veränderten Soja-Bohnen des Monsanto-Konzerns immer weiter aus – besprüht mit hochgiftigen Spritzmitteln. Millionen Tonnen Soja wandern in das Futter für unsere Rinder, Schweine und Hühner. Bitte fordern Sie ein Importverbot für Soja

Stoppen Sie die Sojaimporte

Ein Flugzeug versprüht Herbizide auf einer Soja-Plantage Der Herbizidnebel vergiftet Mensch und Natur. © Gustavo Gilabert/Greenpeace

Jedes Jahr wird in Südamerika für Soja Tropenwald von der Fläche der Niederlande gerodet. Dabei haben die Monokulturen schon jetzt unvorstellbare Ausmaße erreicht: Auf 45 Millionen Hektar wachsen in Argentinien, Brasilien und Paraguay der gentechnisch veränderte Soja und Mais eines einzigen Herstellers, dem Monsanto-Konzern aus den USA. Das ist die Fläche von Deutschland und Österreich zusammen.

Monsantos Chemiker haben das Erbgut der Pflanzen immun gemacht gegen das firmeneigene Totalherbizid Roundup. Dessen Hauptbestandteil ist das Pflanzengift Glyphosat. Während die patentierten Bohnen die Besprühungen überstehen, stirbt die übrige Vegetation ab.

Weil sich die Plantagen bis zu den Siedlungen ausbreiten, werden die Menschen durch die versprühten Gifte krank oder sterben sogar. Auch Tiere, Böden, Flüsse und das Trinkwasser werden verseucht. Wissenschaftler bringen Monsantos Roundup mit dem weltweiten Amphibiensterben in Verbindung.

Doch die Natur wehrt sich. Auf den Genfeldern machen sich Wildkräuter und Insekten breit, die gegen Roundup resistent sind. Für Experten ist das keine Überraschung. Es ist die unausweichliche Folge eines perversen Systems, das gegen die Prinzipien der Natur arbeitet. Immer mehr und giftigere Chemikalien werden versprüht.

In der Europäische Union ist die große Mehrheit der Menschen gegen Gentechik in der Nahrung, trotzdem haben die meisten täglich damit zu tun. Unsere Hühner, Schweine und Rinder werden mit 35 Millionen Tonnen importiertem Soja gefüttert, hauptsächlich Gensoja von Monsanto.

Bitte unterschreiben Sie unsere Petition für den Importstopp von Soja an die Bundesregierung und EU.

Rettet den Regenwald empfiehlt auf Fleisch und tierische Produkte zu verzichten.

Weitere Informationen über Monsanto und Gentechnik:

Fragen und Antworten zu den Themen Massentierhaltung und Soja. Artikel "Tödliches Gift im Sojafeld" im Regenwald Report. 

Im Regenwald-Shop: Buch Monsanto - mit Gift und Genen und DVD zum Arte-Dokumentarfilm. Außerdem Buch "Der Sojawahn" sowie Literatur über vegane Lebensweise 

Webseite des Informationsdienst Gentechnik

Roundup und Glyphosat von Monsanto

Der von Monsanto entwickelte Wirkstoff Glyphosat ist weltweit das meist verkaufte Unkrautvernichtungsmittel. In Deutschland sind 75 Glyphosat-haltige Mittel zugelassen. Monsanto hat zahlreiche Hersteller wie Scotts, Celaflor und Substral aufgekauft. Auch diese Firmen vertreiben das Glyphosat und andere giftige Produkte.

Pro Jahr 15 Millionen Liter glyphosathaltige Herbizide werden bei uns jährlich versprüht, nicht nur in der Landwirtschaft und im Obstbau, sondern auch in Gärten, entlang der Straßen und auf öffentlichen Plätzen.

In Argentinien beläuft sich der Spritzmitteleinsatz auf 200 Millionen Liter pro Jahr. Bis zur Ernte werden die Soja-Monokulturen in der Regel drei Mal gespritzt. Es gibt zirka 80.000 Soja-Farmer in Argentinien, wobei 2.000 große Produzenten 50 Prozent der Ernte einbringen.

Das Gift Glyphosat wird häufig kurz vor der Ernte eingesetzt, um die Abreifung von beispielsweise Weizen oder Raps zu beschleunigen. Entsprechend finden sich immer häufiger Glyphosat in Getreideprodukten berichtet die Zeitschrift Ökotest in ihrer September-Ausgabe. 

Zahlen zum Anbau von Genpflanzen

2009 nahmen die schädlichen Genkulturen weltweit schon 134 Millionen Hektar Land (knapp die vierfache Fläche Deutschlands) in Beschlag: In den USA sind es 64,0 Millionen Hektar, Brasilien 21,4 Millionen Hektar, Argentinien 21,3, Indien 8,4, Kanada 8,2 und China 3,7. Fast die Hälfte entfällt auf genetisch veränderten Soja, die andere Hälfte nehmen Mais, Baumwolle und Raps ein. 

Nur wenige Arbeitskräfte bedienen die Maschinen, wodurch sich die Landflucht in Argentinien verstärkt hat. Der Sojaanbau reicht häufig bis an die Siedlungen und Städte heran. Der Pestizidnebel vergiftet die Menschen.

Regenwaldrodung

In Südamerika ist der Anbau von Gen-Soja und konventionellem Soja eine der Hauptursachen für die Rodung der Regenwälder und anderer artenreicher Ökosysteme wie der tropischen Cerrado-Savanne in Brasilien. Da immer mehr ehemalige Weideflächen für Soja beansprucht werden, roden Viehzüchter und Spekulanten den Chaco-Wald in Argentinien, Bolivien und Paraguay.

Alternativen

Literatur über vegane Lebensweise finden Sie bei uns im Regenwald-Shop.

In der EU essen die meisten Menschen zu viel Fleisch und andere Produkte tierischen Ursprungs. Gesundheitliche Probleme sind die Folgen - und grauenhaftes Leid für die Tiere, die überwiegend in Massen- und Intensivhaltungsfabriken gemästet werden. Damit sie rasch viel Fleisch ansetzen, viel Milch oder Eier produzieren, werden sie mit proteinhaltigem Sojaschrot gefüttert. Mehr Infos finden Sie in der Futtermittelstudie.

Bitte versprühen Sie keine Herbizide in Ihren Gärten. Entfernen Sie störende Wildkräuter per Hand und lassen Sie der Natur wo möglich freien Lauf. 

Gentechnik-Gegner in aller Welt haben am 17. September, Demos und Aktionen gegen Monsanto rund um den Globus organisiert: Occupy Monsanto (Auf Englisch)

Rettet den Regenwald unterstützt die Gruppe Reflexión Rural (GRR) in Argentinien. Hier finden Sie weitere Infos und können für die Gruppe spenden.

Soja als Nahrunsmittel

Unsere Aktion bezieht sich nicht auf Soja-Importe für die menschliche Ernährung. Diese spielen von der Menge her keine Rolle und liegen im Bereich von unter einem Prozent. Etwa 99 Prozent der Sojaimporte gehen in die Produktion von Futtermitteln (Sojaschrot) sowie das Sojaöl in die Herstellung von "Biodiesel" und in die Chemieindustrie. Zudem wird beispielsweise Biosoja vor allem in den südeuropäischen Nachbarländern (Südfrankreich, Italien, Österreich) angebaut. 

Transparent "Keinen Regenwald auf den Teller" Voller Einsatz der Regenwald-Regionalgruppe Berlin

21.01.2013

Berlin: Kraftvolle Demo für ökologische Landwirtschaft

Die "Wir haben es satt" Demonstration am Samstag, den 19. Januar 2013, war ein voller Erfolg. Trotz Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt protestierten 25.000 Menschen für eine Neuausrichtung der europäischen Landwirtschaft. Unter dem Motto „Wir haben es satt! Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Jetzt!“ forderten Menschenrechtsorganisationen, Umwelt- und Bauerninitiativen eine ökologische Landwirtschaft ohne Massentierhaltung, Monokulturen und Gentechnik

Im Jahr 2013 stehen wichtige Entscheidungen zur Ausrichtung der europäischen Landwirtschaft an. Ein breites Bündnis nahm daher am 19. Januar die weltweit größte Landwirtschaftsmesse "Grüne Woche" zum Anlass, um für eine ökologisch und sozial verantwortliche Neuausrichtung der Landwirtschaft auf die Straße zu gehen. Die Großdemonstration forderte grundlegende Reformen ein, weil die derzeitige EU-Agrarpolitik die Natur sowie die Lebensgrundlagen von Kleinbauern und indigenen Gruppen in den Ländern des Südens zerstört.

Unter den Rednern befanden sich auch Vertreterinnen von Kleinbauerninitiativen aus Brasilien, die vor allem die Zerstörung der tropischen Wälder für den Sojaanbau anprangerten. Ein großer Teil des südamerikanischen Sojas wird als Futtermittel für unsere heimische Massentierhaltung benötigt. Rettet den Regenwald beteiligte sich an der Demo unter dem Motto "Keinen Regenwald auf den Teller!". Wir bedanken uns vor allem bei der Regenwald-Regionalgruppe Berlin für ihren unermüdlichen Einsatz. 

Sehr geehrte Damen und Herren des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, sehr geehrter Herr Cioloş

Deutschland führt jährlich 4,2 Millionen Tonnen, die EU sogar 35 Millionen Tonnen Soja-Bohnen und Soja-Schrot als Futtermittelzusatz ein. Der Großteil davon stammt aus Südamerika und ist gentechnisch verändert (GV-Soja). Er landet im Futtertrog der Rinder, Schweine und Hühner in Europa.

Um Platz für die Soja-Monokulturen zu schaffen, werden in Argentinien, Brasilien und Paraguay die Tropenwälder abgeholzt. Auf dem überwiegenden Teil der Flächen wächst Gensoja des Monsanto-Konzerns aus den USA.

Die Monokulturen werden mit großen Mengen des Herbizids Roundup besprüht, einem weiteren Produkt von Monsanto. Hauptbestandteil von Roundup ist das Pflanzengift Glyphosat. Glyphosat kann beim Menschen Krebs, Embryonal- und Nervenschäden auslösen. Für im Wasser lebende Tiere wie Kaulquappen ist es tödlich.

Da mittlerweile immer mehr Wildkräuter resistent gegen das Pflanzengift sind, müssen immer größere Mengen und giftigere Mischungen verschiedener Herbizide versprüht werden. Die Chemikalien vergiften die Lebewesen, Böden und Gewässer. Auch die Menschen erkranken davon oder sterben sogar.

Mit unserem Sojakonsum in Europa sind wir für die Regenwald-Vernichtung und das Leiden der Menschen in Südamerika verantwortlich. Rettet den Regenwald e.V. fordert daher, die Importe von Soja nach Deutschland und in die EU unverzüglich zu stoppen.

Freundliche Grüße

Informieren Sie Freunde und Bekannte:

Facebook Twitter Google+ E-Mail