Malaienbären im Käfig: Beendet die Tierquälerei

Ein Malaienbär ist in Sabah in einem Käfig eingesperrt. Tierquälerei: Ein Malaienbär im Käfig (© MFOTA)
85.326 Teilnehmer

Ende der Aktion: 16.09.2016

Diese Tierquälerei ist entsetzlich! Zwei Malaienbären in enge Käfige gezwängt: Sie leben hinter Eisenstangen, werden falsch ernährt, sind dehydriert. Tierschützer aus Malaysia wollen die Kreaturen aus dem Freizeitpark Tawau Hot Springs befreien und bitten um Ihre Unterstützung. Gefangene Wildtiere dürfen kein Spaß für Touristen sein.

Appell

An: Chief Minister und Umweltminister von Sabah

„Der Freizeitpark Tawau Hot Springs hält zwei Malaienbären unter elenden Bedingungen in Käfigen. Gefangene Wildtiere dürfen kein Spaß für Touristen sein.“

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Dieses Video offenbart die elenden Lebensbedingungen: Dicke Gitterstäbe aus Eisen, ein hölzerner Dielenboden – kein Spielzeug, kein Futter, kein Trinknapf. Wenn ein Wärter mit einem Schlauch Wasser in die Käfige spritzt, klettern die Bären an den Gittern empor, als wollten sie möglichst viel Wasser aufnehmen – wohlwissend, dass sie hinterher wieder dürsten müssen.

Gefüttert werden die Malaienbären offenbar fast ausschließlich mit Bananen, obwohl sie in Freiheit vielerlei Früchte, aber auch kleine Säugetiere, Insekten und Vögel fressen.

Die Bären werden in zwei getrennten Gefängnissen gehalten. Sie können einander sehen – mehr nicht. Auch die Bäume, die rings um ihre Gefängnisse wachsen, sind unerreichbar. In endlosen Schleifen trotten die psychisch schwer gestörten Bären auf und ab.

Tierschützer der Malaysian Friends of the Animals (MFOTA) kämpfen dafür, dass die Bären in die Auffangstation Bornean Sun Bear Conservation Centre gebracht werden. Dort sollen sie sich soweit erholen, dass sie in die Freiheit entlassen werden können.

Bitte setzen Sie sich daher für die Bären ein. Gefangene Wildtiere sind kein Spaß für Touristen.

Dass Protest wirkt, zeigt die Schließung des Yuk Chin Mini Zoo, nicht weit vom Gefängnis der beiden Malaienbären entfernt. Im September wurde er von den Behörden geschlossen, weil auch dort Tiere unter elenden Bedingungen leben mussten.

Hinter­gründe

Malaienbären, wissenschaftlich Helarctos malayanus), werden aufgrund ihrer hellen Färbung der Brust auch Sonnenbären genannt. Sie sind in ganz Südostasien verbreitet – doch ihr Lebensraum schwindet dramatisch. In nur drei Bärengenerationen ist ihre Zahl um 30 Prozent eingebrochen.

Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion gelten sie daher als gefährdet (vulnerable).

Im Bornean Sun Bear Conservation Centre“ (BSBCC) inSepiloklebten Anfang November 2015 laut Webseite 37 gerettete Bären. Sie sind entweder Waisen oder waren als Haustiere gehalten worden.

An­schreiben

An: Chief Minister und Umweltminister von Sabah

Chief Minister Sabah Datuk Seri Haji Musa bin Haji Aman,
Minister Y.B. Datuk Seri Masidi Manjun,

im Freizeitpark Tawau Hot Springs werden zwei Malaienbären unter grausamen, nicht artgerechten Bedingungen gehalten. Sie leben hinter Eisenstangen, sie werden falsch ernährt, sind dehydriert. Zudem leiden die Tiere psychisch unter der Isolation in ihren Käfigen.

Tierschützer der Malaysian Friends of the Animals (MFOTA) kämpfen dafür, dass die Bären in die Auffangstation Bornean Sun Bear Conservation Centre gebracht werden. Dort sollen sie sich soweit erholen, dass sie in die Freiheit entlassen werden können.

Bitte setzen Sie sich daher für die Bären ein. Sorgen Sie dafür, dass die Tiere beschlagnahmt und den Tierschützern übergeben werden

Gefangene Wildtiere sind kein Spaß für Touristen.

Mit freundlichen Grüßen