Keine Teeplantage beim Gorilla-Nationalpark

Gorilla-Mutter schmust mit Baby Afrikas Berggorillas überleben nur in streng geschützten Regenwäldern (© Kate/flickr/CC BY-SA 2.0)

In Ugandas Bwindi Nationalpark leben 400 der letzten Berggorillas der Erde. Ausgerechnet ein Waldgebiet, das dem Park als Puffer dient, soll jetzt für Teeplantagen abgeholzt werden. Umweltschützer fürchten, dass die Vernichtung des Kafuga Forest die Gorillas gefährdet.

Appell

An: Umweltminister von Uganda, Behörden des Kisoro District

„Der Kafuga Forest soll für Teeplantagen gerodet werden. Das gefährdet die Gorillas im nahen Bwindi Nationalpark und muss verhindert werden.“

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Die Zerstörung ist bereits im Gange. Ende Mai wurden 17 Männer festgenommen, als sie womöglich ohne Erlaubnis Bäume fällten. „Das Gericht verlangt von uns Beweise, dass sie das innerhalb des Kafuga Forest getan haben“, sagt Robert Tumwesigye, Leiter der Organisation Pro-biodiversity Conservationists in Uganda (PROBICOU). Deshalb lässt er den Wald jetzt exakt kartieren. „Ohne die Karten können wir ihn nicht wirksam schützen.“

Das 250 Hektar große Waldgebiet ist ein Paradies, in dem 200 Baumarten sprießen, einige davon gedeihen weltweit nur hier. Es beherbergt hunderte Spezies von Vögeln, kleinen Nagern und sogar Schimpansen. Der Kafuga Forest ist eine wertvolle ökologische Insel, umgeben von Teeplantagen und den Feldern von Kleinbauern, die dort Subsistenzwirtschaft betreiben. Viele Einheimische ernten Früchte im Wald, sie schlagen dort in kleinem Ausmaß Feuerholz und finden viele Pflanzen, mit denen sie Krankheiten kurieren.

Einst gehörte der Kafuga Forest  zum Bwindi Impenetrable Forest National Park, einem der letzten Rückzugsräume von Berggorillas. Heute wirkt er wie ein Puffer, der Menschen vom Lebensraum der Gorillas fernhält. Umweltschützer warnen, dass die Vernichtung des Kafuga Forest auch die Primaten bedroht. Nach der Rodung könnten Menschen in den Nationalpark eindringen, um dort Früchte, Holz und Medizin zu holen.

Robert Tumwesigyes Organisation PROBICOU war gerade im Begriff, 30.000 Setzlinge von heimischen Bäumen in und um den Kafuga Forest zu pflanzen. Die Pflanzaktion sollte Schäden der vergangenen Jahren beheben. „Das sollte die Zukunft des Waldes - auch für die Menschen - sichern“, erklärt er.

Bitte fordern Sie den Umweltminister Ugandas und die örtlichen Behörden auf, den Kafuga Forest zu schützen. Das Überleben der Gorillas darf nicht für Teeplantagen aufs Spiel gesetzt werden.

An­schreiben

An: Umweltminister von Uganda, Behörden des Kisoro District

Sehr geehrter Minister Ephraim Kamuntu,
sehr geehrte Damen und Herren,

Ihre Heimat Uganda birgt einen besonderen Schatz: Im Bwindi Impenetrable Forest National Park leben rund 400 der letzten Berggorillas der Erde. Ihre Art hat nur eine Chance zu überleben, wenn ihr Habitat bewahrt und geschützt wird. Uganda leistet dabei Vorbildliches.

Der Kafuga Forest im Kisoro District dient als Puffer für den Bwindi Impenetrable National Park. Umweltschützer messen ihm sogar eine zentrale Rolle bei dessen Schutz zu. Allerdings ist der Kafuga Forest akut bedroht.

Teepflanzer wollen den Wald roden, um Plantagen anzulegen.

Tee ist sicherlich ein wichtiges Exportprodukt für Uganda. Das Überleben der Gorillas darf allerdings nicht der wirtschaftlichen Entwicklung geopfert werden.

Verhindern Sie die Zerstörung des Kafuga Forest, damit die Gorillas – der Schatz Ihres Landes - nicht gefährdet werden.

Mit freundlichen Grüßen

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