Den Elefanten­wald von Sabah schützen!

Zwergelefant frisst Gräser Borneos Zwergelefanten brauchen geschützten Regenwald (© Bas Leenders CC BY SA 2.0)
238.773 Teilnehmer

Ende der Aktion: 02.05.2017

Am Fluss Kinabatangan leben noch mehr als 350 Zwergelefanten. Ein Straßenbauprojekt und eine Brücke bedrohen ihren Lebensraum. Bitte unterschreibt: Keine neuen Straße in den Elefantenwald. Auch der weltberühmte Tierfilmer David Attenborough warnt vor der neue Straße!

Appell

An: Premierminister Najib Razak, Chief Minister Musa Aman

„Die Zwergelefanten in Sabah sind in Gefahr, falls bei der Stadt Sukau eine Brücke gebaut wird. Zum Schutz der Tiere darf das Projekt nicht verwirklicht werden.“

Ganzes Anschreiben lesen

David Attenborough unterstützt laut der Zeitung theGuardian die Forderung der Umweltschützer. Er warnt davor, dass die Brücke über den Kinabatangan zerstörerische Auswirkungen auf die Tierwelt hätte. Das gute Ansehen des malaysischen Bundesstaates Sabah würde zerstört werden.

Die Zwergelefanten in Sabah sind wunderschön und selten. Umso schmerzhafter ist der Anblick der Tiere, die von Wilderern getötet wurden: Einem haben sie den halben Kopf entfernt, um die Stoßzähne herauszuschneiden. Vom Bullen mit dem Spitznamen Sabre fanden Tierschützer im Dezember nur noch Knochen.

Bislang war Elfenbein-Wilderei in den artenreichen Regenwäldern Sabahs, wo Nashornvögel, Malaienbären und Orang-Utans leben, nahezu unbekannt. Jetzt scheinen die Kriminellen den malaysischen Bundesstaat für sich entdeckt zu haben.

Ihr blutiges Handwerk könnte bald erleichtert werden, wenn über den Fluss Kinabatangan eine Brücke gebaut wird. Schlimmer noch: Durch den bislang unzugänglichen Wald des Tabin Wildlife Reserve ist eine Straße geplant. Ein Einfallstor für Wilderer, aber auch für illegale Siedler, Holzdiebe und die sich ausbreitende Palmölindustrie. Die Wanderrouten von mehr als 350 Elefanten würden zerschnitten und die Herden in immer kleinere Fragmente ihres ursprünglichen Lebensraumes zusammengedrängt. Das Risiko wüchse, dass Tiere in Dörfer und Plantagen einfallen, womöglich mit tödlichen Folgen.

„In meinen Augen wird die Brücke in Sukau eine Brücke zur Ausrottung. Für die Tiere und die Menschen“, sagt der Wissenschaftler Benoit Goossens, der in der Region forscht. Vordergründig soll das Bauprojekt dem wirtschaftlichen Aufschwung der Region dienen. Stattdessen schädigt es dem lukrativen Ökotourismus, der sich gerade entwickelt.

Bitte helfen Sie, die Elefanten in Sabah zu schützen, und unterschreiben Sie unsere Petition.

Hinter­gründe

Das Lower Kinabatangan Wildlife Sanctuary liegt im Norden der Insel Borneo im malaysischen Bundesstaat Sabah. Auf 26.000 Hektar Fläche leben elf Primatenarten und seltene Zwergelefanten (Elephas maximus borneensis). Das Lower Kinabatangan Managed Elephant Range ist 40.000 Hektar groß und überschneidet sich mit dem Wildlife Sanctuary.

Bis zu 350 Zwergelefanten gibt es am Kinabatangan. Auf ganz Borneo sind es 2.000 Exemplare.

Schutzgebiete sind fragmentiert

Die Schutzgebiete sind stark fragmentiert und bilden keine kompakte Einheit. An einigen Passagen ist der Kinabatangan River gänzlich schutzlos.

Der Ausbau der Schotterstraße soll den Ort Sukau mit den Dörfern Litang und Tomanggong verbinden, die rund 40 Kilometer entfernt voneinander liegen.

An­schreiben

An: Premierminister Najib Razak, Chief Minister Musa Aman

Sehr geehrter Premierminister Dato' Seri Mohd Najib bin Tun Haji Abdul Razak,
sehr geehrter Chief Minister Datuk Seri Panglima Musa Haji Aman,

im Lower Kinabatangan Wildlife Sanctuary leben bedrohte Orang-Utans, Nasenaffen und zahlreiche andere Primaten. Hunderte Zwergelefanten sind in der Region beheimatet. Unter Biologen genießt der Kinabatangan River Weltruf.

Nun planen Sie, in Sukau eine Brücke über den Kinabatangan zu bauen und die Straße am anderen Ufer zu asphaltieren. Das spitzt die Lage für die Tiere zu, die bereits unter der zunehmenden Fragmentierung ihres Lebensraumes leiden.

Biologen fürchten, dass das Projekt mittelfristig sogar zum Verschwinden der Elefantenpopulation führen kann.

Das Lower Kinabatangan Wildlife Sanctuary birgt immenses Potential für Ökotourismus. Schon heute leben viele Einwohner vom internationalen Tourismus. Bitte bedenken Sie, dass dieser Schatz durch den Straßen- und Brückenbau ruiniert werden könnte.

Bitte stoppen Sie das Projekt, dessen wirtschaftlicher Nutzen zweifelhaft ist und das den Lebensraum seltener Tierarten gefährdet.

Mit freundlichen Grüßen

News und Updates