Staudamm für Aluminium - ein Bischof stellt sich quer - Protestieren Sie mit!

"Belo Monte" Kritiker im Gespräch mit Indigenen

Der österreichisch-brasilianische Bischof Erwin Kräutler wurde mit dem Alternativen Nobelpreis für sein Engagement im brasilianischen Amazonasgebiet ausgezeichnet. Bischof Kräutler setzt sich unter anderem gegen den Bau des Staudamms "Belo Monte" am Rio Xingú ein. Hier soll das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt entstehen - auf Kosten des Regenwalds mit seiner einzigartigen Natur und vielen Arten, die nur noch hier vorkommen. Tausende Menschen verlieren ihre Heimat. Unterstützen Sie unseren Brief an den brasilianischen Botschafter in Berlin.

Der Staudamm "Belo Monte" in Brasilien ist eines der dringlichsten Projekte, gegen das sich Rettet den Regenwald einsetzt. Bereits heute bedecken Stauseen zur Wasserkraftnutzung mindestens 34.000 Quadratkilometer Brasiliens. Diese Zahl gesteht zumindest der staatliche Elektrizitätskonzerns Eletrobras ein. Umweltgruppen gehen von wesentlich höheren Zahlen aus. Leonardo Bauer Maggi, Mitglied der Bewegung der Staudamm-Betroffenen rechnet mit 2.500 Staudämmen, die es bis 2030 geben soll. Wird "Belo Monte" umgesetzt, wird einer der artenreichsten Flüsse der Welt in seiner Struktur verändert. Im Rio Xingú leben heute drei- bis viermal so viele Fischarten wie in ganz Europa zusammen! Mindestens 668 Quadratkilometer Regenwald würden geflutet und wären für immer verloren.

Der Großteil der Energie, die "Belo Monte" produzieren soll, ist für die energieintensive Exportindustrie Brasiliens bestimmt. Vor allem die Hersteller von Aluminium im Norden des Landes werden sich über den günstigen Strom freuen. Sie zahlen nur ein Drittel des sonst üblichen Strompreises.

Der Protest der indigenen Völker gegen die Vernichtung ihrer Heimat wird von Bischof Erwin Kräutler unterstützt, der für sein Engagement im Amazonasregenwald nun mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Der Preis ist ein weiterer Beweis dafür, welch fatale Folgen der "Belo Monte" in Brasilien hätte und wie wichtig der Widerstand gegen das Projekt ist.

Rettet den Regenwald ruft anlässlich der Preisverleihung zum Protest gegen den "Belo Monte" auf. Noch ist die finale Genehmigung nicht erteilt! Bitte schicken Sie Ihre E-Mail an Everton Vieira Vargas, den Botschafter Brasiliens in Berlin (brasil@brasemberlim.de).

Sehr geehrter Herr Botschafter Vargas,

der österreichisch-brasilianische Bischof Erwin Kräutler wurde unter anderem für sein Engagement zum Schutz des Amazonas-Regenwaldes mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Bischof Kräutler setzt sich in Brasilien gegen den Bau des "Belo Monte"-Staudamms ein.

Die Auszeichnung des Bischofs ist als ein deutliches Zeichen gegen den Bau des "Belo Montes" zu werten. Ich bitte Sie, dies Ihrer Regierung mitzuteilen und einen Stopp des Bauprojekts zu bewirken. Schützen Sie das wertvollste Gut Ihrer Heimat vor kurzfristigen Profitinteressen.

Mit freundlichen Grüßen

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