Reform der EU-Agrarpolitik: Die Futtermittelimporte von (Gen)-Soja müssen verboten werden

19.845 Teilnehmer

Ende der Aktion: 19.05.2014

In Südamerika werden die artenreichen Tropenwälder und Savannengebiete für den sich rasant ausbreitenden Anbau von (Gen)Soja gerodet. Mit dem importierten, gentechnisch veränderten Soja werden die Rinder, Schweine, Hühner und Puten in den europäischen Massentierbetrieben gefüttert und gemästet. Deren Fleisch, Eier und Milch gehen dann - ohne jede Kennzeichnung - über die Tresen der Supermärkte. Fordern Sie ein Ende der in jeder Beziehung schädlichen (Gen)Sojaimporte.

Appell

In Südamerika dehnen sich die industriellen Soja-Monokulturen für den Export bereits auf über 40 Millionen Hektar Land aus - eine Fläche so groß wie Deutschland und die Schweiz zusammen. Etwa zwei Drittel davon bestehen aus Gensoja, der mit einem hochgiftigen Herbizidcocktail besprüht wird.

Nicht nur die artenreichen tropischen Wälder und Savannen fallen der grünen Sojawüste zum Opfer, sondern auch die kleinbäuerliche Landwirtschaft. Die Menschen und der Anbau von Nahrungsmitteln müssen dem Hunger der europäischen Futtermittelindustrie nach billigem (Gen)Soja weichen. Die Chemikalien machen die Menschen krank.

Dreiviertel der Eiweißfuttermittel für die europäische Massentierhaltung stammen aus Importen - hauptsächlich gentechnisch veränderter Soja. Sie treiben die Tierquälerei in den immer größer werdenden Tiermastfabriken an.

In diesem Jahr will die EU die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP) für die Zeit nach 2013 neu bestimmen. Bitte schreiben Sie an die zuständige deutsche Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner.

Wir fordern:
Verbot von Futtermittelimporten aus tropischen Ländern!

Verbot von Futtermitteln aus gentechnisch veränderten Pflanzen!

Weitere Informationen zum (Gen)Sojaanbau in Südamerika finden Sie im Regenwald Report und im ARD-Fernsehbericht von Plusminus:

An­schreiben

An
Frau Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, ilse.aigner@bundestag.de


Sehr geehrte Ministerin Aigner,

ich bin dagegen, dass (Gen)Soja nach Europa importiert wird und mit dem billigen Eiweissfutter die europäische Massentierhaltung betrieben wird.

Der Sojaanbau vernichtet die artenreichen Tropenwälder und Savannen in Südamerika. Auch der Anbau von Nahrungsmitteln muss der Sojaindustrie weichen, die globale Hungerkrise wird dadurch verschärft. Auf den Sojamonokulturen findet die dortige Bevölkerung keine Beschäftigung und muss abwandern. Viele Menschen werden von den in großen Mengen versprühten Herbiziden krank.

Der importierte (Gen)Soja dient als Eiweißfutter in der europäischen Massentierhaltung. Gut 30 Millionen Tonnen davon werden pro Jahr verfüttert. Die Produkte, die von den mit gentechnisch verändertem Soja gefütterten Tieren erzeugt werden, sind nicht entsprechend gekennzeichnet. Obwohl 87 Prozent der Deutschen gentechnisch veränderte Lebensmittel ablehnen, wird ihnen täglich und zumeist ohne ihr Wissen die Ware vorgesetzt.

Ich fordere Sie auf, sich in der EU für eine Neuausrichtung der Agrarpolitik einzusetzen. Die landwirtschaftliche Produktion muss im Einklang mit der Natur, dem Tierschutz und den Menschenrechten stehen. Verbieten Sie

die schädlichen Futtermittelimporte aus Übersee und

Futtermittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen!

Mit freundlichen Grüßen