Der Mekong soll leben: Stoppt den Don Sahong Staudamm

Der Irawadidelfin duckt aus dem Wasser Der geplante Don Sahong Staudamm bedroht alle Lebewesen am Mekong (Foto: Flickr/exilism (CC BY-NC-ND 2.0)) (© Flickr/exilism (CC BY-NC-ND 2.0))
99.369 Teilnehmer

Ende der Aktion: 28.09.2015

Die letzten Irawadi-Delfine in Laos sind in höchster Gefahr. Morgen will eine Kommission über den geplanten Bau des Don Sahong-Staudammes am Mekong entscheiden. Der Staudamm würde das gesamte Ökosystem zerstören und die Fischer am Mekong ruinieren. Bitte unterstützen Sie die Petition der Einheimischen an die beteiligten Regierungen.

Appell

An: Die Premierminister von Laos, Kambodscha, Thailand und Vietnam

„Bewahren Sie die Zukunft des Mekong und seiner Einwohner und fordern Sie, den Fluss zu schützen und den Bau des Staudamms nicht zu genehmigen.“

Ganzes Anschreiben lesen

Die Zukunft des Mekong und seiner Einwohner ist in Gefahr. Der von der laotischen Regierung im Hauptstrom des Mekong geplante Don Sahong-Damm würde die Wanderung der Fische blockieren.

Die Folgen wären nicht nur für die Natur dramatisch, sie würden auch die Lebensquelle von Millionen Menschen in den Anrainerstaaten Laos, Kambodscha, Thailand und Vietnam gefährden. Denn das Leben der Bevölkerung, ihre Identität und Geschichte sind eng mit dem Fluss verbunden. Der Mekong ernährt sie und bringt ihnen Einkommen.

Der Don Sahong-Damm soll in einer einzigartigen Region des Mekong gebaut werden: in der Heimat einer der letzten Populationen des vom Aussterben bedrohten Irawadi-Delfins (Orcaella brevirostris). Dort liegen auch die Mekongfälle (Khon Phapheng) und direkt angrenzend in Kambodscha ein international geschütztes Ramsar-Feuchtgebiet.

Insgesamt sind am Hauptstrom des Mekong elf Staudämme geplant – der Xayaburi-Damm im nördlichen Laos ist bereits im Bau. Ende Janaur treffen sich die vier Regierungen der Mekong-Region, um über den Don Sahong-Damm zu entscheiden.

Bitte unterstützen Sie die internationale Petition an die Regierungen von Laos, Kambodscha, Thailand und Vietnam. Die Zukunft des Flusses und das Leben der Menschen dürfen nicht durch Staudammprojekte wie den Don Sahong-Damm aufs Spiel gesetzt werden.

Hinter­gründe

Weitere Informationen – darunter eine Karte zur Lage des Don Sahong-Staudamms – auf den Webseiten der Umweltorganisation International Rivers (auf Englisch):

http://www.internationalrivers.org/campaigns/don-sahong-dam

http://www.internationalrivers.org/campaigns/mekong-mainstream-dams

An­schreiben

An: Die Premierminister von Laos, Kambodscha, Thailand und Vietnam

Sehr geehrte Herren Premierminister,

wir schreiben Ihnen, um unsere Sorgen über den Don Sahong-Staudamm im Süden von Laos und über die Zukunft der Menschen in der Region des Mekong auszudrücken.

Der Mekong-Fluss ist von globaler Bedeutung. Er beherbergt wie der Amazonas eine einzigartige Biodiversität. Der Mekong ist das weltweit größte und ertragreichste Fischfanggebiet im Süßwasser. Der Fluss ist für die gesamte Mekong-Region von vitaler Bedeutung und eine wichtige Verkehrsader.

Der Bau des Don Sahong-Staudammes würde den Mekong-Haupttarm Hou Sahong blockieren, durch den die Fische rund ums Jahr ziehen. Das Projekt gefährdet die Fischbestände und damit auch die Ernährungssicherheit sowie den Lebensunterhalt von Millionen Menschen.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Verminderung der Umweltschäden sind in der Region nicht erprobt. Die lokalen Fachleute befürchten, dass sie nicht effizient und ausreichend sind, um den Fischen auch weiterhin die ungehinderte Wanderung zu ermöglichen.

Der hochgefährdete Irawadi-Delfin und ein RAMSAR-Schutzgebiet in Kambodscha würden unter den Auswirkungen des Projekts leiden. Es steht zu viel auf dem Spiel für den Mekong, die Natur und die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen.

Wir rufen die Regierungen der vier Anrainerländer des Mekong dazu auf, den Fluss zu schützen und den Bau des Staudamms nicht zu genehmigen. Bitte fördern Sie stattdessen vor allem Maßnahmen zur Energieeinsparung.

Hochachtungsvoll