Mexiko: Holzfäller raus aus dem Regenwald !

Jaguar im Regenwald Der Jaguar ist das Symbol des Regenwaldes von Los Chimalapas (Foto: Mat Hayward) (© Mat Hayward / Fotolia)
125.564 Teilnehmer

Ende der Aktion: 25.02.2016

Holzfäller und Rinderzüchter fallen in eines der letzten Regenwaldgebiete Mexikos ein, mit Duldung der Politiker. Im Wald von Los Chimalapas leben viele bedrohte Arten. Er ist auch die Heimat der Zoque-Indianer, die die Natur und Artenvielfalt bis heute erhalten und verteidigt haben. Bitte unterzeichnen Sie die Petition an die Regierung

Appell

An: Enrique Peña Nieto, Präsident von Mexiko; Gabino Cué Monteagudo, Gouverneur des Bundesstaates Oaxaca

„Helfen Sie das Regenwaldparadies Los Chimalapas in Mexico vor Holzfällern und Viehzüchtern zu retten“

Ganzes Anschreiben lesen

Das Regenwaldgebiet Los Chimalapas weist die höchste Artenvielfalt in Mexiko auf: Mindestens 146 Arten von Säugetieren, 140 Reptilien- und Amphibien-, 316 Vogel- und 900 Schmetterlingsarten wurden dort bestimmt.

Der Urwald im im Südosten Mexikos ist auch die angestammte Heimat und das anerkannte Territorium der Zoque-Indianer. Mit ihrer traditionellen umweltschonenden Lebensweise haben sie die Natur bis heute erhalten. Doch immer öfter müssen sie das 600.000 Hektar große Regenwaldgebiet im Bundesstaat Oaxaca gegen Eindringlinge verteidigen.

Von Osten her, aus dem benachbarten Bundesstaat Chiapas, dringen immer mehr Holzfäller und Viehzüchter nach Los Chimalapas ein. Die Regierung von Chiapas unterstützt die Landnahmen und den Konflikt, während die Regierungen von Mexiko und des Bundesstaats Oaxaca weitgehend tatenlos zuschauen.

Die Folgen für die Natur, Artenvielfalt und die indigenen Zoque sind fatal. Einem der letzten erhaltenen Regenwaldgebiete Mexikos droht die Vernichtung. Jetzt haben die Zoque die Landstraßen blockiert: "Die Mutter Erde darf nicht geplündert werden! Die Menschen in Chimalapas befinden sich im Kampf ums Überlebens!", steht auf ihren Schildern.

Am 1. April soll unter Führung des Gouverneurs von Oaxaca ein Dialog zur Lösung des Konflikts beginnen. Die Zoque wollen dazu die Straßensperren aufheben, die die Verbindung von Oaxaca nach Chiapas und Veracruz unterbrochen haben.

Doch ob die Politiker es ernst meinen, ist noch nicht sicher. Die Zoque und Umweltschützer in Mexiko bitten daher um internationale Unterstützung. Wenn die Politiker spüren, dass auch im Ausland die Regenwaldabholzung mit Sorge verfolgt und dringende Schritte dagegen angemahnt werden, erhöhen sich die Chancen für Mensch und Natur. Bitte unterzeichnen Sie die nebenstehende Petition

An­schreiben

An: Enrique Peña Nieto, Präsident von Mexiko; Gabino Cué Monteagudo, Gouverneur des Bundesstaates Oaxaca

Sehr geehrter Herr Präsident Nieto, sehr geehrter Herr Gouverneur Cué,

wie Sie sicher wissen, ist die Region Los Chimalapas, Oaxaca, das Gebiet mit der höchsten Biodiversität Mexikos und Mesoamerikas. Dank der Weltanschauung, der Lebensweise und der wiederholten Mobilisierung des Volkes der Zoque, den angestammten Besitzern des Territoriums, konnte das 600.000 Hektar große Regenwaldgebiet bis heute erhalten werden.

Allerdings wird der östliche Teil von Los Chimalapas von Holzfällern und Viehzüchtern aus dem benachbarten Bundessaat Chiapas besetzt. Mehr als 160.000 Hektar Urwald wurden bereits auf Betreiben und mit der Vertuschung der Regierungen von Chiapas geplündert.

Wir wissen auch, dass die Gemeinden in Los Chimalapas seitdem einen historischen, friedlichen und mutigen Kampf zur Verteidigung ihres Territoriums und seiner unschätzbaren Naturreichtümer führen. Die Menschen haben sich immer wieder mobilisiert, um die Landinvasionen aufzuhalten, so wie sie es gerade kürzlich getan haben.

Als Regierungschefs von Mexiko und Oaxaca liegt es in ihren Händen und in ihrem politischen Willen, unverzüglich und wirksam zu handeln, um diese Landinvasionen und Naturplünderungen zu stoppen und zurückzudrängen. Setzen Sie die kollektiven Rechte des Volkes der Zoque durch und verhindern Sie außerdem ein Klima von sozialer Gewalt in dem Gebiet.

Ich als Liebhaber der Natur und als Verteidiger der Menschenrechte bitte dringend darum.

Mit freundlichem Gruß

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