Rettet die Tiger vor der Deutschen Bank

Ein bengalischer Tiger schaut mit offenem Maul in die Kamera Stolzer Königstiger: Auch die Unesco warnt vor der Zerstörung seines Lebensraumes (© flickr / erlingfiallos (CC BY 2.0))
72.767 Teilnehmer

Ende der Aktion: 07.10.2015

Bangladesch ist die Heimat bedrohter Königstiger. Doch die Mangrovenwälder der Sundarbans sind in akuter Gefahr. Die Regierung will in der Nähe ein riesiges Kohlekraftwerk bauen und sucht Geldgeber. Fordern Sie die Deutsche Bank auf, keinen Kredit zu gewähren.

Appell

An: Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Bank

„In den Mangroven von Bangladesch leben seltene Königstiger. Trotzdem ist dort ein Kohlekraftwerk geplant. Die Deutsche Bank darf sich nicht beteiligen.“

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Die Mangrovenwälder der Sundarbans sind die größten und artenreichsten der Welt. Hier leben seltene Königstiger, Axishirsche, Delfine und vom Aussterben bedrohte Batagur-Schildkröten. Außerdem schützen die Wälder das Binnenland und seine Bewohner wie ein natürlicher Wellenbrecher vor Zyklonen. 1997 hat die Unesco die Mangroven zum Welterbe erklärt.

Trotzdem will die Regierung von Bangladesch wenige Kilometer entfernt ein großes Kohlekraftwerk bauen. 1.320 Megawatt sollen die beiden Blöcke von Rampal liefern.

Örtliche Naturschützer warnen, dass beim Bau des Kraftwerks im großen Umfang Mangroven und damit die Heimat der Tiger zerstört werden. Während des Betriebs wird das Wasser des Flusses Passur erwärmt und vergiftet. Viele Fische werden das nicht überleben, Delfine sind in Gefahr. Havariert ein Kohlefrachter, sind die Schäden nicht abzusehen.

Auch die örtliche Bevölkerung leidet unter dem Bau des Kohlekraftwerks. 500.000 Menschen sind betroffen. Organisationen beklagen, Einheimische würden vertrieben und nur unzureichend entschädigt. Fischern wird die Einkommensquelle geraubt.

Die National Thermal Power Corporation (NTPC) sucht Finanziers für das eine Milliarde Euro teure Projekt.

Bitte fordern Sie die Deutsche Bank auf, sich nicht an der Finanzierung des Projekts zu beteiligen.

An­schreiben

An: Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Bank

Sehr geehrte Damen und Herren Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder,

in Bangladesch soll am Rand einzigartiger Mangrovenwälder das Kohlekraftwerk von Rampal gebaut werden. Dabei leben in den Sundarbans seltene Königstiger und vom Aussterben bedrohte Batagur-Schildkröten. Die Wälder gehören zum Unesco-Welterbe und sind die artenreichsten Mangroven der Erde.

Örtliche Umweltschützer warnen vor den verheerenden Folgen des Kraftwerkprojekts für die Mangrovenwälder. Königstiger, Delfine und andere seltene Tiere verlieren ihr Habitat, viele Fischarten können nicht überleben.

Menschenrechtler beklagen, Einheimische würden vertrieben und nur unzureichend entschädigt.

Bitte finanzieren Sie das Kohlekraftwerk von Rampal nicht.

Mit freundlichen Grüßen