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Blutige Diamanten

Mit den edlen Steinen werden besonders in Afrika Kriege erst richtig angeheizt - auf Kosten von Mensch und Natur.

Die ruandischen Hutumilizen kamen im Morgengrauen des vierten September. Mit Macheten und Gewehrkugeln töteten sie einen kongolesischen Journalisten, einen Soldaten und zwei Parkranger, die sich bei einer Aufzuchtstation für verwaiste Gorillas aufgehalten hatten - im Kahuzi-Biega Nationalpark, der im Südosten der Demokratischen Republik von Congo (DRC) liegt.

Einen Tag zuvor hatten Milizen etwa 100 Kilometer nördlich des Parks bereits sechs Menschen getötet und neun verwundet. Die Täter hatten ein kleines Dorf angegriffen, Häuser niedergebrannt, Lebensmittel, Medikamente und Geld gestohlen und waren danach Richtung ruandische Grenze verschwunden.

Alltag in der DRC, dem früheren Zaire. Seit dort im August 1998 erneut ein Bürgerkrieg tobt, herrscht in dem riesigen zentralafrikanischen Land Chaos und Anarchie.

In vielen anderen Gegenden Afrikas sieht die Lage nicht besser aus. 14 Staaten sind derzeit auf dem schwarzen Kontinent in gewaltsame Auseinandersetzungen verwickelt. Für Waffenhändler aus aller Welt ein lukrativer Markt.

„Das Geschäft mit Waffen für Afrika ist zu einem der größten Wirtschaftsfaktoren der Welt geworden", schrieb die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND kürzlich. „Die todbringenden Waren aus dem Ausland werden meist gegen Rohstoffe getauscht. Vor allem in Angola, im Kongo und in Sierra Leone spielen Diamanten dabei die entscheidende Rolle."

Auch wenn Marilyn Monroe einst überzeugt war: „Diamonds are the girl's best friends." Was heute an Fingern brilliert und in Dekolletes funkelt, sind nicht selten blutige Freunde. Mit illegalem Diamantenhandel werden inzwischen vor allem in Afrika Bürgerkriege finanziert. Eine mörderische Spur führt von dort über Schmuggelpfade direkt nach Antwerpen, New York oder Tel Aviv.

Die „Blutdiamanten" heizen Kriege erst richtig an und verlängern sie, hat die britische Menschenrechtsund Umweltorganisation Global Witness in ihrer Studie Confict Diamonds bewiesen. Denn Diamanten sind eine konzentrierte Form von Reichtum, und deswegen verspricht der Handel mit ihnen - legal oder illegal - große Profite.

Das Geschäft mit „Blutdiamanten" ist simpel, weil die kleinen Edelsteine leicht zu verstecken sind. Waffenhändler, korrupte Regierungen und lokale Rebellenchefs haben ein logistisches Netz geknüpft. Es erstreckt sich von Wüstenflugplätzen in den Vereinigten Arabischen Emiraten über Waffenschmieden in der EU und Osteuropa bis zu den Präsidentenpalästen in Liberia, Sierra Leone und Ruanda und weiter zu den Büros der Diamantenhändler in Antwerpen, New York, Bombay, Johannesburg und Tel Aviv.

Die Folgen des blutigen Geschäftes sind in den Ursprungsländern katastrophal: Bestens bewaffnete marodierende Banden und Milizen terrorisieren die Zivilbevölkerung und plündern Dörfer, aber auch die Natur. Diamantenschmuggel geht gewöhnlich Hand in Hand mit illegalem Holzeinschlag und der Wilderei von geschützten Tieren, Menschenaffen und Elefanten eingeschlossen.

Im Kahuzi-Biega Nationalpark werden die Auswirkungen besonders drastisch deutlich. Dichte, nahezu unberührte Regenwälder erstrecken sich in dem Schutzgebiet von den östlichen Höhenlagen in der DRC bis zum Kivu-See, Früher haben Ranger den Park kontrolliert und Diamantenkampagne die dort lebenden Flachland-Gorillas vor Wilderern geschützt. Außer den vom Aussterben bedrohten Menschenaffen beherbergte der Park hunderte Antilopen, Büffel, Schimpansen, Waldelefanten und Halbaffen. Touristen brachten Devisen ins Land und wurden dafür mit organisierten Trekking-Touren auf den Spuren der Gorillas belohnt.

Schätzungsweise eine Million Dollar bringt ein lebender Gorilla dem Kongo durch Eintrittspreise und andere Ausgaben der Besucher. An einem abgeschlachteten Tier verdienen Wilderer gerade einmal 80 Dollar.

Als vor drei Jahren die ersten Rebellen in den Kongo eindrangen, wurden die Parkranger entwaffnet und die international geschützten Tiere gejagt, um die Soldaten mit Fleisch zu versorgen. „Bei ihrem Überlebenskampf, sind die Gorillas gleich von mehreren Frontei droht. Durch die Zerstörung Lebensraums und durch Wilc sowieso", sagt Hope Walker, P1 dent der Primate Conservalkm Welfare Society. „Dass die Gorii jetzt auch ins Kreuzfeuer des anh tenden Bürgerkrieges gekomm( sind, könnte die Art endgültig aus löschen."

Die Nationalpark-Verwaltung vom Kahuzi-Biega kontrolliert heute zirka fünf Prozent des Schutzgebietes. Bewaffnete Banden und ruandische Hutumilizen, die mit der Armee von Präsident Laurent Kabila verbündet sind, drangen aus der südlichen Kivu-Provinz in den Park ein und haben den größten Teil unter Kontrolle. Für Besucher wurde das Gebiet bereits im August 1998 gesperrt. „Die Wilderei im Kahuzi-Biega Nationalpark hat seit 1999 erheblich zugenommen", berichtet Chantal Sahlukoma. „Die Wilderer konzentrieren sich auf Elefanten und Gorillas. „Vor allem die Elefantenjäger bilden ein komplexes Netzwerk." Das Elfenbein werde exportiert, das Fleisch bleibe im Land. „Innerhalb weniger Monate wurden 17 Elefanten und 20 Gorillas getötet - allein im Nationalpark Kahuzi-Biega", hat Chantal Sahlukoma recherchiert, die in dem Schutzgebiet arbeitet und von der Organisation Berggorilla und Regenwald Direkthilfe e.V. aus Mühlheim an der Ruhr unterstützt wird. Der vor zwei Jahren erneut entflammte Bürgerkrieg in der DRC behindert die Möglichkeiten der Naturschützer enorm und macht ihre Arbeit gefährlich. Weil mehr als ein halbes Dutzend Staaten involviert sind, bezeichnete US-Außenministerin Madeleine Albright den blutigen Konflikt in der DRC sogar als „Afrikas ersten Weltkrieg".

2,1 Millionen Menschen sind direkt betroffen, weitere 75 Millionen indirekt. 1,7 Millionen Menschen starben seit Ausbruch der Kämpfe an den Kriegsfolgen - die meisten an vermeidbaren Krankheiten oder Hunger. Nach Angaben von Hilfsorganisationen gibt es in dem Land mittlerweile über eine Million Binnenflüchtlinge. Handel, Verwaltung und Bildungssystem sind zusammen gebrochen, ein funktionierender Staat existiert nicht mehr.

Verschiedene Rebellengruppen halten sich in den Wäldern auf, ohne auf die empfindliche Natur Rücksicht zu nehmen. „Wenn ihnen eine Gorillagruppe über den Weg läuft, kann es passieren, dass die Soldaten in Panik auf die Tiere schießen", berichtet Chantal Sahlukoma. Aufgrund der Anwesenheit schwer bewaffneter Milizen können die Wildhüter längst nicht mehr regelmäßig patrouillieren, um illegale Aktionen wie Wilderei rechtzeitig zu unterbinden.

Die Auswirkungen auf Tiere und Wald sind katastrophal. 1996 fand die letzte umfassende Gorilla-Bestandsaufnahme im Park statt. Damals schätzte man die Zahl der Gorillas auf 8.000 und die der Elefanten auf 3.600 Tiere.

Heute weiß niemand, wie viele Exemplare die Wilderei überstanden haben, doch die wenigen vorhandenen Zahlen sind alarmierend. Im alten Teil des Parks, im dem auch die Berge Kahuzi und Biega liegen, vermutet man nur noch 70 Gorillas - 1996 waren es 258.

Früher lebten dort schätzungsweise 350 Elefanten, Anfang 2000 wurden nur noch Spuren von fünf Tieren gefunden. Das Fehlen der Elefanten ist inzwischen deutlich sichtbar: Die Vegetation wächst viel dichter und die Wege der grauen Riesen, die auch von anderen Tieren genutzt werden, fehlen.

Die Parkbehörde ist gegen die Folgen der Kriegswirren machtlos. Tausende Menschen sind vor den Kämpfen aus dem westlichen in den östlichen Parkteil geflohen und bedrohen auf der Suche nach Nahrungsmitteln den Wald und seine Tiere. Verschiedene Rebellengruppen halten gemeinsam über 90 Prozent der Parkfläche besetzt, wo sie Mineralien und andere Ressourcen abbauen.

Für die geschätzten 2.500 Minenarbeiter ist „Bushmeat" die Hauptnahrung. Daneben plündern einige Reiche aus der nahe gelegenen Provinzhauptstadt Bukavu Teile des Parks, indem sie dort den Wald abholzen lassen.

„Um den Park zu retten, müsste er komplett entmilitarisiert werden, einschließlich der wichtigsten Flugzeugpiste, über die die Bodenschätze ausgeflogen werden", berichtet Jo Thompson vom amerikanischen Wildlife Research Project.

Auch im Virunga-Nationalpark, der in Kabilas Einflussgebiet liegt, hinterlässt der Krieg blutige Spuren. Soldaten jagen im Schutzgebiet. Die Arbeit der Wildhüter ist stark eingeschränkt, weil die Milizen den Park unsicher machen. Mehrmals wurden Ranger überfallen und schwer verletzt.

Zudem werden die Gehälter der Wächter nicht bezahlt, weil aus der Hauptstadt Kinshasa schon lange keine Hilfe mehr kommt. Dort kauft die Regierung lieber Waffen. Das nötige Geld verdient sie mit Diamantenschmuggel.

Auf der einen Kriegsseite sitzt die Regierung von Präsident Kabila, unterstützt von Angola, Simbabwe und Namibia. Auf der anderen lauern kongolesische Rebellengruppen gemeinsam mit regulären Soldaten aus Uganda, Burundi und Ruanda. Die Milizen beherrschen rund 60 Prozent des riesigen Landes und kontrollieren dabei die rohstoffreichen Ostprovinzen. Kindersoldaten werden rekrutiert, es wird geplündert, gebrandschatzt, und neue warlords bereichern sich am Krieg, der lukrativer für sie ist als der Frieden. Kabila setzt wie die Rebellen auf Diamanten. Er verkaufte beispielsweise eine Mine an Namibia, als Dank für die militärische Hilfe.

Uganda holt aus dem Kongo Tropenhölzer und Kaffee. Diamanten und Gold werden überwiegend Richtung Ruandas Hauptstadt Kigali gebracht. Die edlen Steine wandern von dort ungehindert außer Landes und werden in Antwerpen auf der weltweit größten Diamantenbörse gehandelt. Von den Profiten kaufen die Kriegsherren postwendend neue Waffen. „Der Rohstoffreichtum ist für Zentralafrika zum Fluch geworden", sagt Heinz Werner Wessler, Journalist und Mitarbeiter der Koordinierungsgruppe Internationaler Kongo-Appell.

„Und Europa ist mit verantwortlich." Denn die teuren blutigen Steine landen in vornehmen Schmuckgeschäften von New York, London und auch auf deutschen Shopping-Meilen, wo sie zynischerweise als Liebesbeweise gekauft und verschenkt werden. Oder die teuren Steine wandern in die High TechBetriebe der reichen Länder, wo sie von der Industrie als begehrter Rohstoff genutzt werden.

In Afrika ist es relativ leicht, „Blutdiamanten" zu definieren. Dort sind es Steine, die aus Gebieten stammen, welche unter der Kontrolle von Armeen oder paramilitärischen Einheiten sind, die gegen demokratisch gewählte und international anerkannte Regierungen kämpfen. Die Rebellengruppen müssen ihre Soldaten ernähren und bezahlen und immer neue Waffen kaufen, um das strategische Gleichgewicht zu halten. Seit Ende des „Kalten Krieges" bekommen die „Freiheitskämpfer" kein Geld mehr von den einstigen Militärblöcken in Ost und West. Stattdessen nutzen sie sämtliche Ressourcen, die sich verkaufen lassen: Holz, Tiertrophäen, Gold und besonders Diamanten. Die Kriege in Angola, Sierra Leone, Liberia und der DRC sind aktuell die eindrucksvollsten Beispiele dafür, dass Rebellen in der Lage sind, ihre Konflikte mit Diamantenverkäufen zu bezahlen. In allen vier Kriegen hat der Kampf um die Kontrolle der Diamantenfelder einen Teufelskreis aus Gewalt, Massenflucht und Wirtschaftskollaps ausgelöst.

Bis heute haben die reichen Industrieländer, Hauptabnehmer von Diamanten, keine wirksamen Schritte unternommen, das Geschäft mit „Blutdiamanten" auszutrocknen. Immer noch überschwemmen auch europäische und amerikanische Waffen den afrikanischen Kontinent, wo im Gegenzug die reichlich vorhandenen Rohstoffe ausgebeutet werden.

Die Studie von Global Witness prangert folglich die Mitschuld westlicher Regierungen und Konzerne bei der Verlängerung von Bürgerkriegen durch blutige Diamanten an. Fehlende, effektive Kontrollen in der Diamantenindustrie hätten es den afrikanischen warlords erlaubt, die verheerenden Konflikte zu bezahlen. Global Witness fordert von Regierungen und Industrie ein transparentes Zertifizierungssystem für Diamanten, mit dem sicher gestellt werden kann, dass die blutige Ware aus dem Verkehr gezogen wird.

Zunächst konzentrierte sich die Arbeit von Global Witness auf Sierra Leone und Angola, den beiden Ländern mit UN-Friedenstruppen. Immerhin hat es die kleine Organisation geschafft, die Weltgemeinschaft zu ersten Schritten zu zwingen und die Öffentlichkeit mit dem Thema „Blutdiamanten" zu konfrontieren. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat inzwischen ein Exportverbot für Diamanten aus Angola und Sierra Leone verhängt. Der Diamantenhandel wird weltweit von dem südafrikanischen Diamantenkonzern De Beers beherrscht. Das Unternehmen kontrolliert über seine Verkaufsorganisation, die Central Selling Organisation in London, etwa 65 Prozent des weltweiten Handels mit Rohdiamanten. 1999 erzielte De Beers mit dem Verkauf der funkelnden Steine einen Rekorderlös von 5,24 Milliarden US-Dollar - eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 57 Prozent. Der Gewinn schnellte auf 925 Millionen US-Dollar empor.

De Beers verkündete im März diesen Jahres, es werde ab sofort garantieren, dass von ihm gehandelte Diamanten nicht aus Bürgerkriegsregionen stammen. Um das Ziel zu erreichen, würden keine „Rebellendiamanten" mehr aufgekauft.

Der Diamantenriese reagierte damit nicht nur auf Druck von Global Witness, sondern auch auf einen UN-Report. Die Diamanten, laut eigenem Werbeslogan „ein Stück Ewigkeit", trugen plötzlich hässliche Blutflecken.

Die Ermittlungsgruppe der Vereinten Nationen unter der Leitung des Kanadiers Robert Fowler hatte herausgefunden, dass De Beers zwischen 1993 und 1997 über das Unternehmen De Decker Diamonds für viele Millionen edle Steine der UNITA-Rebellen aus Angola aufgekauft hatte.

Heute schwört der Weltmarktführer Stein auf Bein, UNITA-Diamanten seien längst tabu. Für die Kampagne gegen „Blutdiamanten" ein Erfolg, auch wenn De Beers vermutlich weniger aus ethischen, denn aus wirtschaftlichen Gründen gehandelt hat. Kritiker bezweifeln nämlich die Redlichkeit von De Beers, berichtet die Zeitschrift ENTWICKLUNGSPOLITISCHE INFORMATIONEN (epi) in ihrer September-Ausgabe. Das Diamantenkartell habe nur seine Taktik, nicht aber seine Strategie geändert. Denn das größte Problem der Branche sei ein Überfluss an Steinen, wodurch ein Preisverfall drohe.

„Monatelang hatte De Beers die Vereinten Nationen bearbeitet, bis der Sicherheitsrat einen globalen Bann gegen undokumentierte Diamanten aus Konfliktzonen ausgesprochen hat", berichtet epi. Funktioniert der Bann, besteht weniger Gefahr, dass der Markt mit Ware überschwemmt wird. „Hat das Diamantenkartell die Vereinten Nationen vor seinen Karren gespannt?" fragt daher epi. De Beers habe den UN im Kampf gegen „Rebellendiamanten" sogar seine Unterstützung durch eigene Anwälte und Detektive angeboten.

Umwelt- und Menschenrechtsgruppen sind allerdings skeptisch, ob die Diamantenhändler, allen voran De Beers, tatsächlich „unblutige" Ware garantieren können. Deswegen fordern die NGO weitergehende Schritte: Die Kennzeichnung der Steine durch unabhängige Zertifizierer, damit die Verbraucher klar erkennen können, woher die teuren Stükke kommen, und die Ausdehnung des UN-Embargos auf weitere Bürgerkriegsbeteiligte.

Denn wer heute Diamanten aus der DRC oder am Krieg beteiligten Ländern wie Uganda, Ruanda, Burundi, Simbabwe oder Namibia kauft, finanziert den Bürgerkrieg mit seinen Menschenopfern und die Verwüstung von Afrikas Natur.

„Solange nicht sichergestellt ist, dass Diamanten ohne Umweltzerstörung und Bürgerkrieg gewonnen werden, müssen wir die Hände von den blutigen Klunkern lassen", fordert Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald. Den Nachweis müssten die Händler erbringen.

Inzwischen hat die UN immerhin auf einem anderen Feld reagiert. Die UNESCO hat kurzfristig knapp 2,9 Millionen Dollar aufgebracht und weitere Mittel in Aussicht gestellt, um in der DRC in vom Krieg betroffenen Schutzgebieten Flora und Fauna zu retten. Mit dem Geld sollen die Wildhüter bezahlt werden, damit sie ihre Arbeit durchführen können. Außerdem sollen Programme finanziert werden, welche die indigenen Völker stärker in Schutzkonzept integrieren.

Es geht in Zentralafrika um nicht weniger als das zweitgrößte Regenwaldgebiet der Erde, Lebensraum für zahlreiche Waldvölker und Heimat bisher ungezählter Tier- und Pflanzenarten, darunter viele endemische. Sterben die Wälder, verschwindet auch die ohnehin schon stark bedrohte Flora und Fauna, darunter die Menschenaffen, unsere nächsten Verwandten.

In der Demokratischen Republik Kongo starben seit Ausbruch der Kämpfe bereits 1,7 Millionen Menschen. Gleichzeitig werden die Nationalparks geplündert. Tausende Gorillas und Elefanten wurden gejagt, der Regenwald wird abgeholzt. Die vor Ort arbeitenden Naturschützer sind trotz der UN-Gelder auf zusätzliche Hilfe angewiesen. Rettet den Regenwald möchte die Wildhüter im Kahuzi-Biega Nationalpark mit mindestens 10.000 Mark unterstützen und bittet dafür um Spenden (Konto siehe letzte Seite). Gleichzeitig starten wir eine neue Kampagne: Hände weg von Blutdiamanten!