zurück zur Übersicht

Erfolg: Behörden lehnen Umweltstudie des Kupferriesen Codelco ab

Ecuador

In Ecuador ist es den Bauern und Umweltschützern bis heute gelungen, ihren Bergregenwald im Intag vor Ausbeutung zu bewahren. Seit 20 Jahren versuchen internationale Konzerne, in der Tropenwaldregion nördlich der Hauptstadt Quito Kupfer zu fördern. Mit viel Mut, Zusammenhalt und Unterstützung aus vielen Ländern der Welt konnten die Intag-Bewohner bereits zwei Kupferminen verhindern – eine japanische und eine kanadische. Rettet den Regenwald hilft den Menschen seit vielen Jahren. Nun ist der chilenische Codelco-Konzern an den Lagerstätten unter dem Toisan-Gebirge interessiert, doch bereits der erste Anlauf scheiterte: Die vorgelegte Umweltverträglichkeitsprüfung wurde von den Behörden abgelehnt. Sowohl die Umweltschützer als auch die Gemeindeverwaltung hatten haufenweise Unregelmäßigkeiten festgestellt und Beschwerden eingereicht.

Doch der staatliche, weltweit größte Kupfer-Produzent Codelco wird sicher nicht so schnell aufgeben. Die Aktivisten in Ecuador berichten, dass nun Soldaten den Intag kontrollieren, Straßensperren errichten und die Menschen mit Waffen und Militärfahrzeugen einschüchtern. So begannen auch die früheren Konflikte. Jetzt ist Ecuadors Präsident Correa gefragt. Er muss sein Versprechen vom „Recht auf ein gutes Leben in Harmonie mit der Natur“ einhalten. Die Bauern machen es vor: Mit Öko-Tourismus und Ökokaffee.