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Frau hockt auf Erde und pflanzt einen Setzling
Wir pflanzen Hoffnung auf den Erdlawinen. Im Dorf Huta Gurgur, Nord-Tapanuli (© WALHI Sumatra Utara)
Trümmer nach Überschwemmungen
Tausende Baumstämme donnern in die Täler (© Decky Chandrawan)
Nach dem Zyklon Senyar in der Region Tapanuli
Dörfer am Batang-Toru-Wald versinken in Schlamm (© WALHI Sumatra Utara)
WALHI Sumut verteilt in Tapanuli Nothilfe nach dem Zyklon
Freiwillige verteilen in Tapanuli Nahrungsmittel (© WALHI Sumatra Utara)

Nothilfe leisten, Brunnen bauen, Bäume pflanzen - Hoffnung säen

09.08.2026Indonesien: Acht Monate nach dem verheerenden Zyklon berichtet Rianda Purba, Direktor unserer Partnerorganisation WALHI Nord-Sumatra, von Nothilfe, Wiederaufbau und Heilung in der Region Tapanuli. Sein großer Dank geht an die Spender und Spenderinnen von Rettet den Regenwald!


Am 25. November traf der Zyklon Senyar auf Sumatra. Er richtete schwere Verwüstungen an, besonders in den Provinzen Aceh, West- und Nord-Sumatra. Mehr als 1.200 Menschen starben.

Die Region Tapanuli leidet bis heute stark unter den Folgen der Sturzfluten und Erdlawinen. Ende Dezember 2025 waren hier laut Angaben des Katastrophenamtes der Provinz  1.803.549 Menschen betroffen, 11.574 mussten evakuiert werden, 365 sind ums Leben gekommen, 206 wurden verletzt und 60 Menschen galten zu der Zeit als vermisst. 

Tragisch sind die großen Zerstörungen im Batang-Toru-Wald, in dem die Tapanuli-Orang-Utans leben. Nach Zählungen von Wissenschaftlern sind 58 der Menschenaffen umgekommen. Die Tapanuli-Orang-Utans kommen nur im Batang-Toru-Wald vor. Die gesamte Population betrug vor dem Sturm höchstens 800 Tiere.

Als lokale Organisation konnte WALHI Dank schnell eintreffender Spenden von Rettet den Regenwald in zahlreichen Dörfern erste Nothilfe leisten. Außerdem halfen die Spenden den von Hochwasser eingeschlossenen Menschen an der Ostküste.

Nach der Nothilfe haben Mitarbeiter und Freiwillige begonnen, Zugang zu sauberem Wasser zu schaffen. Sie bauten Brunnen und setzten Wasserspeicher instand. Diese Arbeiten dauerten wegen der starken Regenfälle und der häufigen Hochwasser bis Juni. 

Rianda Puba schreibt in seinem Bericht, dass die Helfer vom Wasser gelernt haben: „Ein Heilungsprozess ist mehr als Nothilfe. Nicht nur Menschen müssen gerettet und versorgt werden, auch die Natur muss sich regenerieren können, die Ursachen der Verwundungen wie die Abholzungen der Wälder müssen gebannt werden. Und Wasser ist der erste Schritt dahin. Mit Wasser können die Menschen wieder ins Leben eintreten. Wasser gibt Hoffnung, und es ist ein starker Halt für die Regeneration der Dorfgemeinschaft.“

Jedes Hilfspaket, jeder Tropfen Trinkwasser und jeder Setzling ist mehr als Nothilfe. Es ist Teil der Bemühungen, das Leben wiederherzustellen, die Umwelt zu schützen und die Hoffnung aufleben zu lassen.

Heute schreitet der Wiederaufbau voran, obwohl die Regierung keine Hilfe schickt. Denn die Menschen geben nicht auf, weil sie Solidarität erleben. Sie befreien die Felder und Flüsse von mitgerissenen Bäumen und Geröll. 

Sie pflanzen Kakao, Kaffee und Auberginen. Sie ziehen Setzlinge für einen neuen Mischwald mit Durian-, Weihrauch- und Zimtbäumen. 

Wir bedanken uns bei ‚Rettet den Regenwald‘ und allen Spenderinnen und Spendern dafür, dass sie WALHI Nord-Sumatra ihre Unterstützung anvertraut haben. Dies hat uns ermöglicht, die betroffene Bevölkerung in den ersten Phasen der Heilung bestmöglich zu begleiten.

Rianda Purba, WALHI Nord-Sumatra

Nach dem Zyklon: Gemeinsam die Natur und die Seelen heilen

Bericht über acht Monate Nothilfe, Wiederaufbau und Regeneration in der Region Tapanuli, von Rianda Purba, Direktor von WALHI Nord-Sumatra; Deutsch - 14 Seiten mit vielen Fotos

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