Nicht einsperren! Vogelmärkte schließen.

Vogel im Käfig Vogelfänger sind Mitschuld am Verschwinden vieler Arten (© Heru Cahyono/TRAFFIC)

Die Vögel sitzen dicht gedrängt zu Tausenden in engsten Käfigen. Die Vogelmärkte in Indonesien sind ein Bild des Grauens. Skrupellose Vogelfänger haben bereits 13 Spezies an den Rand des Aussterbens gebracht. Der Vogelhandel ist ein unermesslicher Verlust für die Artenvielfalt. Helft, den Handel zu stoppen.

Appell

An: Indonesiens Präsident Joko Widodo und die Regierung

„Auf indonesischen Märkten werden geschützte Vögel verkauft. Die Jagd auf die Tiere verschärft das Artensterben. Die Regierung muss die Tierquälerei stoppen.“

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Im Mai 2016 wurde ein Schmuggler festgenommen, der 23 Gelbwangenkakadus in Plastikflaschen transportiert hat. Die Hälfte der Vögel, von denen es weltweit nur noch 7.000 in Freiheit gibt, verendete qualvoll. „Die Methode mit den Wasserflaschen ist beim Schmuggel von solchen geschützten Vögeln häufig“, beklagt Richard Thomas von der Tierschutzorganisation Traffic.

Der Handel mit Vögeln hat dramatische Züge angenommen. Ornithologen fürchten, dass die Jagd das Aussterben von Arten beschleunigt. Laut einer Studie haben skrupellose Vogeljäger 13 Spezies und 14 Subspezies an den Rand des Aussterbens gebracht. Unter ihnen sind der Javahaubenadler (Nisaetus bartelsi) und die Javanische Buschelster (Cissa thalassina).

Auf dem Jatinegara-Vogelmarkt in Jakarta werden Gelbmantelloris angeboten, die in Freiheit ausschließlich im Norden der Molukken leben und deren Bestand dort innerhalb von 25 Jahren um bis zu 50 Prozent eingebrochen ist.

In Indonesien sind besonders viele Vogelarten heimisch

Wissenschaftler haben 1.615 Spezies registriert, von denen 419 nur dort vorkommen. Durch die Vernichtung der Regenwälder schrumpft ihr Lebensraum, die Jagd verschlimmert die Situation. Der Schaden ist unermesslich, da Vögel für die Fortpflanzung vieler Baumarten unverzichtbar sind.

Tierschützer zählten in einer Studie allein auf drei Märkten in Jakarta mehr als 19.000 Vögel, darunter Tiere bedrohter Arten.

Die Vogelfänger beliefern zwar vor allem den heimischen Markt in Indonesien. Der Handel ist auch international ein Riesengeschäft. Zwar ist es in Indonesien verboten, seltene Vögel zu fangen und zu verkaufen, das Verbot wird aber nicht konsequent durchgesetzt.

Bitte fordern Sie Präsident Joko Widodo und die Regierung auf, die Jagd und den Handel von wild lebenden Vögeln zu unterbinden.

Hinter­gründe

Selling Noah's Ark? The collapse of Asia's bird biodiversity

Eine aktuelle Studie der Tierschutzorganisation Traffic belegt, dass auf den Märkten in der indonesischen Hauptstadt Jakarta Zehntausende Vögel illegal gehandelt werden. Darunter befinden sich auch Tiere bedrohter Arten.

Nicht nur auf Märkten in Jakarta leiden die Vögel, sondern auch in anderen Regionen Indonesiens. Das belegt dieses Video aus Bali:

Video: Vogelmarkt in Indonesia

Bericht in Spektrum der Wissenschaft 4.2. 2016

Illegaler Vogelhandel: Der Urwald droht zu verstummen

http://www.spektrum.de/news/vogelfaenger-gefaehrden-artenvielfalt-in-indonesien/1396698

An­schreiben

An: Indonesiens Präsident Joko Widodo und die Regierung

Sehr geehrter Präsident Joko Widodo,
sehr geehrte Damen und Herren Minister,

auf indonesischen Märkten werden seltene Vögel unter elenden Bedingungen verkauft. Händler bieten sogar streng geschützte Arten an. Ornithologen fürchten, dass die Jagd das Aussterben von Vogelarten beschleunigt.

So werden auf dem Jatinegara-Vogelmarkt in Jakarta Gelbmantelloris angeboten, die in Freiheit ausschließlich im Norden der Molukken leben und deren Bestand dort innerhalb von 25 Jahren um bis zu 50 Prozent eingebrochen ist. Im Mai wurde ein Schmuggler festgenommen, der 23 Gelbwangenkakadus in aufgeschnittene Plastikflaschen gestopft hatte. Der Fall sorgte international und in Ihrem Land für einen Aufschrei.

Der Vogelhandel ist ein unermesslicher Verlust für Ihr Land, weil Vögel in der Natur die Samen von Bäumen verbreiten.

Lasst den Vögeln ihre Freiheit!

Mit freundlichen Grüßen

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