Elfenbein-Handel bei Yahoo sofort stoppen!

Elfenbein Handel Bericht EIA Yahoo macht sich zum Komplizen der Wilderer (© EIA - Montage: Rettet den Regenwald-Fotos)

Yahoo ist in Japan tief in den Handel mit zum Teil illegalem Elfenbein verstrickt. Der Konzern ist damit Komplize von Elefanten-Wilderern. Die töten so viele Tiere, dass die Art auszusterben droht. Fordern Sie von Yahoo, den Handel sofort einzustellen.

Appell

An: die Vorstandsvorsitzende von Yahoo Inc, Marissa Mayer, den Vorstandsvorsitzenden von Yahoo Japan Corp, Manabu Miyasaka

„Yahoo ist am Handel mit Elfenbein beteiligt. Die Firma trägt an der Wilderei von Elefanten Mitschuld und muss Elfenbein von seinen Plattformen verbannen.“

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Laut einer Studie der renommierten Environmental Investigation Agency (EIA) wurden bei Yahoo Japan zwischen den Jahren 2012 und 2014 mehr als 12 Tonnen Elfenbein verkauft. Darunter waren 800 Stoßzähne und 15.787 kleinere Stücke. Zusätzlich wurden rund 55.000 Hanko-Stempel gehandelt. Für diese Siegel, Deko-Figuren, Essstäbchen und Anderes wird überwiegend Elfenbein von besonders bedrohten Waldelefanten verwendet.

Der Handel ist ein lohnendes Geschäft für Yahoo. Zwischen 2005 und 2014 hat der Konzern EIA-Berechnungen zufolge auf seinen Auktionsseiten über 27 Millionen Dollar eingenommen.

Die EIA-Studie belegt, dass ein großer Teil des gehandelten Elfenbeins aus illegalen Quellen stammt, da Japan bei der Kontrolle versage. Das Land sei dadurch eine Drehscheibe des Elfenbeinschmuggels nach China. Auch hierin sei Yahoo Japan verwickelt.

Tierschützer fordern von der japanischen Regierung, konsequent gegen Elfenbeinhandel vorzugehen. Der müsse verboten werden, wie es die USA und China angekündigt haben. Doch auch Plattformen wie Yahoo stehen in der Pflicht.

Yahoo Japan verteidigte sich der Nachrichtenagentur AP gegenüber damit, dass man den Handel mit legalem Elfenbein zwar ermögliche, das Angebot aber „24 Stunden am Tag“ überwache, um illegale Waren auszuschließen.

Der Weltkonzern Yahoo Inc redet sich der britischen Zeitung Guardian zufolge mit dem Argument raus, nur 35,5 Prozent am japanischen Ableger zu besitzen und damit keinen Einfluss auf dessen Geschäftsgebaren zu haben. Das ist völlig unglaubwürdig.

Bitte fordern Sie Yahoo-Chefin Marissa Mayer dazu auf, den Elfenbein-Handel auf allen Plattformen zu verhindern.

Hinter­gründe

Eine Ursache für den in Japan grassierenden Handel mit Elfenbein ist die zeitweise Aufhebung des internationalen Handelsverbots. 1997 gelangten so legal 50 Tonnen Rohelfenbein aus Botswana, Namibia und Simbabwe nach Japan, 2007 wurden weitere 112 Tonnen Elfenbein aus dem südlichen Afrika nach China und Japan verkauft. Für kriminelle Banden wirkte die so angekurbelte Nachfrage wie eine Einladung, illegales Elfenbein zu schmuggeln – die Wilderei in Afrika nimmt seither immer dramatischere Züge an.

Die Studie der Environmental Investigation Agency (EIA) kritisiert Japan scharf. Der Elfenbeinhandel im Internet, an dem Yahoo beteiligt ist, sei ein Beleg für „die ineffiziente Überwachung durch die Regierung“ und die „Unfähigkeit oder den Unwillen“ etwas wirksam gegen den illegalen Elfenbeinhandel zu unternehmen“. Selbst auf niedrigstem Niveau versage die staatliche Kontrolle.

Im Mittelpunkt steht die lasche Registrierung von Rohelfenbein und Stoßzähnen, die leicht umgangen werden kann. Für Stoßzähne in Privatbesitz und kleinere Teilstücke ist zudem keinerlei Registrierung vorgeschrieben.

Seit 2011 sind EIA zufolge jährlich mehr als 1000 Stoßzähne zweifelhafter Herkunft „ohne einen Schnipsel eines echten Nachweises der gesetzeskonformen Herkunft“ für legal erklärt worden. Es genüge dazu bereits die Aussage einer dritten Person – womöglich eines Familienangehörigen.

Bei investigativen Recherchen der EIA im Sommer 2015 zeigten sich 80 Prozent der kontaktierten Händler dazu bereit, unregistrierte Stoßzähne unbekannter Herkunft anzukaufen oder mit falschen Informationen eine Registrierung zu erschleichen. Angst vor Strafverfolgung hatten sie augenscheinlich nicht.

Japan wird den Recherchen zufolge bewusst von internationalen Syndikaten genutzt, die dort illegales Elfenbein kaufen und nach China exportieren. Sie bedienen sich dazu Firmen, die aus dem Ausland Angebote auf Handelsplattformen (bidding agencies) in Japan ermöglichen.

An­schreiben

An: die Vorstandsvorsitzende von Yahoo Inc, Marissa Mayer, den Vorstandsvorsitzenden von Yahoo Japan Corp, Manabu Miyasaka

Sehr geehrte Marissa Mayer,
sehr geehrter Manabu Miyasaka,

Yahoo Japan ermöglicht den Handel mit Elfenbein und nimmt dabei Millionen Dollar ein. Laut der Studie „Japan's illegal ivory trade and fraudulent registration of ivory tusks“ der Environmental Investigation Agency (EIA) wurden zwischen den Jahren 2012 und 2014 mehr als 12 Tonnen Elfenbein über die Auktions- und Shopping-Plattformen von Yahoo Japan verkauft.

Yahoo Japan macht sich durch den Elfenbein-Handel an der Wilderei von Elefanten mitschuldig. Die illegale Jagd hat dramatische Züge: Elefanten könnten schon bald ausgerottet sein.

Die EIA-Studie belegt, dass ein großer Teil des Elfenbeins in Japan aus illegalen Quellen stammt, da das Land bei der Kontrolle versage. Yahoo Japans Erklärung, nur legalen Handel zu ermöglichen, greift daher zu kurz. Zudem ist völlig unglaubwürdig, dass Yahoo Inc. keinen Einfluss auf das Geschäftsgebaren von Yahoo Japan in einer solche bedeutenden Frage hat.

Yahoo darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen!
Bitte stellen Sie den Elfenbein-Handel auf sämtlichen Internet-Plattformen sofort ein.

Mit freundlichen Grüßen

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