Bali: Wir können die Benoa Bucht retten!

Ein orangefarbener Fisch im Meer vor Bali Bunte Fische tummeln sich in Balis Gewässern. Trotzdem will ein Investor die Bucht von Benoa zuschütten. (Foto: flickr/Ilse Reijs and Jan-Noud Hutten (CC BY 2.0) (© flickr/Ilse Reijs and Jan-Noud Hutten (CC BY 2.0))
50.614 Teilnehmer

Ende der Aktion: 25.08.2016

Auf Bali soll die Benoa Bay für künstliche Inseln zugeschüttet werden. Ein Investor will dort Touristenanlagen hochziehen. Der Sand dafür müsste an den Küsten von Nachbarinseln abgebaggert werden. Jetzt verbieten Politiker dort den Abbau. Wenn wir weiter Druck machen, können die Benoa Bay und die Strände gerettet werden.

Appell

An: Gouverneur von Bali I Made Mangku Pastika

„Für Hotels sollen in Balis Benoa Bay auf 838 Hektar künstliche Inseln entstehen. Die Bucht darf nicht für Tourismus geopfert werden.“

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838 Hektar sollen dem Meer abgetrotzt werden. Das maritime Ökosystem der Benoa Bay aus Mangroven, Korallenriffen und Seegraswiesen ist dadurch in Gefahr, warnen Umweltschützer. Bis zu zehn Quadratkilometer Mangroven werden durch das Projekt zerstört. Eine dichte Schicht aus feinem Sediment legt sich über Korallen und schädigt sie.

Der Sand für das Megaprojekt soll vor Nachbarinseln abgegraben werden – mit verheerenden Folgen für die dortigen Korallenriffe, Seegraswiesen und Mangroven. Fischer verlieren ihre Lebensgrundlage.

Jetzt hat der Gouverneur von Ost-Java einen Antrag für den Sandabbau abgelehnt. Im März hatte das schon der Regierungschef von West Nusa Tenggara wegen ökologischer Bedenken getan.

Sandabbau für künstliche Inseln zerstört Korallen

Der Investor Tomy Winata hat angedeutet, das Projekt einzustellen, sollte der Widerstand anhalten. Andere Aussagen von ihm kann man allerdings so deuten, dass er Druck auf Politiker ausübt, den Widerstand aufzugeben.

Einheimische fürchten bereits heute den Ausverkauf ihrer Heimat. Wasser ist auf der Insel knapp geworden. Derzeit stehen auf Bali 80.000 Hotelbetten, mindestens 67 weitere Hotels sind in Bau. Es gibt kaum noch Flächen, die sich von Reisäckern in Touristenanlagen umwandeln lassen. Das dürfte einer der Gründe sein, warum die Firma Tirta Wachana Bali International (TWBI) die künstlichen Inseln aufschütten will.

Umweltschützer, Künstler, Fischer und Einheimische kämpfen gegen das Inselbau-Projekt. Sie fordern von Balis Gouverneur I Made Mangku Pastika, das Projekt sofort zu stoppen und den Schutzstatus der Bucht zu stärken. Bitte schließen Sie sich diesen Forderungen an.

Hinter­gründe An­schreiben

An: Gouverneur von Bali I Made Mangku Pastika

Sehr geehrter Gouverneur I Made Mangku Pastika,

Bali ist bei Touristen aus aller Welt wegen seiner zauberhaften Natur und seiner einmaligen Kultur berühmt. Allerdings werden bereits heute Wasser und Bauland knapp, nachdem zahlreiche Hotels gebaut wurden oder in Bau sind.

Jetzt plant das Unternehmen Tirta Wachana Bali International (TWBI), 838 Hektar der Benoa Bay für künstliche Inseln zuzuschütten. Das Projekt würde Mangroven, Korallen und Seegraswiesen schädigen, den Wasserstand in der Bucht um 1,6 Meter anheben und tiefliegende Siedlungen überfluten.

Ihre anfängliche Ablehnung des Projekts und eine kritische Studie der Udayana-University zeigen, dass Ihnen die Risiken bewusst sind.

Wir schließen uns daher den Forderungen lokaler Kritiker an und bitten Sie, das Projekt zu stoppen.

Mit freundlichen Grüßen