Elfenbeinhandel sofort stoppen!

Elefanten Gibt es neue Hoffnung für Afrikas Elefanten? (© savetheserengeti.org)
215.905 Teilnehmer

Ende der Aktion: 25.08.2016

Demonstrationen in Berlin und Hamburg und mehr als 200.000 übergebene Unterschriften: Im Elefantenjahr 2015 appellierte Rettet den Regenwald mit zahlreichen Aktionen an Zivilgesellschaft und Politiker, sich für den Schutz der grauen Riesen einzusetzen.

Der Kampf für die Elefanten steht womöglich vor einem großen Erfolg. Die EU hat einen Aktionsplan gegen Wildtierhandel aufgestellt. Auch die USA und China wollen den internationalen Handel mit Elfenbein nahezu komplett unterbinden. Die Politiker müssen jetzt den Schmuggel und das Töten tatsächlich beenden.

Appell

An: Präsident der Volksrepublik China Xi Jinping

„Chinesische Politiker und Militärs sehen dem Schmuggel von Elfenbein offenbar tatenlos zu. Sie sind für den Tod von Elefanten verantwortlich.“

Ganzes Anschreiben lesen

Die EU-Regierungen wollen den Handel mit Elfenbein bis Ende 2016 weitgehend unterbinden. China hatte bereits im Frühjahr 2015 angekündigt, den Import und den Verkauf von Elfenbein im Land zu untersagen. Auch in den USA gibt es bereits ähnliche Beschränkungen. Die Regierungen müssen ihren Worten sofort Taten folgen lassen. Jeder Tag ohne Verbot bedeutet für viele Tiere den Tod.

In Tansania hat die Wilderei dramatische Ausmaße angenommen. Allein 2013 sind mehr als 10.000 Elefanten illegal getötet worden – 30 Tiere am Tag. Im Selous Wildreservat, das zum Unesco-Welterbe zählt, ist die Population von rund 70.000 auf 13.000 eingebrochen.

China, EU und USA müssen Handel mit Elfenbein beenden

Um das Töten von Elefanten zu beenden, müssen die bedeutendsten Märkte für Elfenbein in der EU, China und den USA ausgetrocknet werden. Vor allem in Asien ist die Nachfrage nach Elfenbein in den vergangenen Jahren explodiert. Viele Käufer sehen darin eine Wertanlage und spekulieren auf steigende Preise. Allerdings zeichnet sich eine Trendwende ab: Die Preis für Rohelfenbein sind deutlich gefallen.


Die Regierungen müssen jetzt die Verbote sofort durchsetzen, damit der Schmuggel und die Wilderei ein Ende haben.

Hinter­gründe

Welche Ausmaße die Wilderei hat, zeigt das Selous Wildreservat in Tansania. Wegen der illegalen Jagd wurde es von der Unesco jetzt auf die Liste des Bedrohten Welterbes gesetzt. Seit das Gebiet 1982 Welterbe wurde, ist die Elefantenpopulation um 90 Prozent eingebrochen. 2005 wurden noch 70.000 Exemplare gezählt, 2013 waren noch 13.000 am Leben. Zwei Drittel der Tiere, deren Kadaver gefunden wurden, waren Wilderern zum Opfer gefallen. Ähnlich alarmierende Zahlen werden aus Ländern wie Kenia, Uganda, Simbabwe und Mosambik gemeldet. Zugleich wächst die Nachfrage für Elfenbein in China und Thailand rasant.

Laut Internationaler Polizeibehörde Interpol hat sich der Handel mit Elfenbein in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht. 2011 wurde so viel Elfenbein beschlagnahmt wie in keinem Jahr zuvor. Interpol geht von einer weiteren Steigerung aus.

Kriminelle Schmuggler-Banden sind international organisiert

Jährlich wird afrikanisches Elfenbein im Wert von bis zu 188 Millionen Dollar in Asien verkauft, schätzt Interpol. Wilderei sei längst in der Hand krimineller, internationaler Banden. Der Leiter der UN-Umweltbehörde UNEP, Achim Steiner, sorgt sich deshalb um die Wildhüter. Im letzten Jahrzehnt wurden über 1.000 Ranger getötet.

China ist stark in den Elfenbeinhandel verstrickt. Als Präsident Xi Jinping 2013 Tansania besuchte, sei Schmuggelware im Diplomatengepäck transportiert worden. Das schreibt die Environmental Investigation Agency (EIA).

In vielen Ländern gibt es Ansätze zum Elefantenschutz. Während einer Konferenz, an der 50 Staaten teilgenommen haben, verpflichteten sich Hauptexporteur Tansania und vier weitere afrikanische Länder, das bestehende Verbot des Elfenbein-Handels zumindest bis 2019 beizubehalten. Kenia hat Haftstrafen verschärft und will Schutzgebiete mit Drohnen überwachen. Von Tansania aus ist ein Spezialflugzeug im Einsatz.

Einzelne Staaten sind jedoch mit dem Schutz der Tiere überfordert. Auch, weil Wilderei nicht nur ein globales Geschäft ist, sondern noch durch Korruption und Armut befeuert wird. Daher haben die Elefanten nur eine Chance, wenn die Länder der Welt zusammenarbeiten.

Weitere Informationen:

China-U.S. ivory ban offers hope of saving elephants but terms unclear

An­schreiben

An: Präsident der Volksrepublik China Xi Jinping

Präsident Xi Jinping,

China spielt eine entscheidende Rolle im illegalen Elfenbeinhandel. Mitarbeiter chinesischer Botschaften gehören offenbar regelmäßig zu den wichtigsten Kunden lokaler Händler. Mitglieder Ihrer Delegation sollen Ihren Staatsbesuch in Tansania im März 2013 ausgenutzt haben, um im Diplomatengepäck Elfenbein zu schmuggeln.

Auch während eines Besuchs der Fregatte Hengshui im Hafen von Dar es Salaam sollen große Mengen Elfenbein aufgekauft worden sein. Ein chinesischer Staatsbürger wurde offenbar beim Versuch festgenommen, 81 Elefantenstoßzähne außer Landes zu schaffen.

Das steht in der umfangreichen Studie „Vanishing Point“ der Environmental Investigation Agency (EIA), in der einige kriminelle Fälle von Elfenbeinschmuggel aufgedeckt und die Namen beteiligter Personen genannt werden.

Insbesondere in Tansania hat die Wilderei dramatische Ausmaße angenommen. Allein 2013 sind mehr als 10.000 Elefanten illegal getötet worden – 30 Tiere am Tag. Die Wilderei und der illegale Handel mit Elfenbein müssen unterbunden werden, weil sonst die Tiere innerhalb weniger Jahre ausgerottet werden.

Bitte unterbinden Sie jede chinesische Beteiligung am Elfenbeinhandel.

Mit freundlichen Grüßen

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