Tod vom Discounter – Aldi verkauft Insektengift

Über einem Insektenspray prangt das Logo von Aldi. Zwei ins Bild montierte Bienen scheinen davonzufliegen Der Wirkstoff Permethrin gilt als gefährlich für Bienen (Montage aldi-nord.de & Waugsberg (CC BY-SA 2.5) (© Montage Aldi + Envira + Waugsberg (CC BY-SA 2.5))
79.486 Teilnehmer

Ende der Aktion: 10.06.2015

Aldi-Nord verkauft umweltschädliches Insektengift. Der Discounter verharmlost das Mittel und erweckt den Eindruck, dass es bedenkenlos in Haus und Garten eingesetzt werden darf. Wir fordern von Aldi, alle Gifte aus dem Sortiment zu nehmen.

News und Updates Appell

An: Das Management von Aldi

„Aldi verkauft umweltgefährdendes Insektengift und führt die Kunden in die Irre. Das muss sofort beendet werden. Discounter dürfen kein Gift anbieten.“

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Laut Aldi-Werbung kann das Gift im Garten versprüht werden – ohne dass man Handschuhe tragen muss. Das Mittel des Herstellers Envira wirke gegen „kriechende und fliegende Insekten“ und habe eine „Sofort- und Langzeitwirkung bis drei Monate“.

Über die Wirkstoffe werden Kunden in der Werbung im Dunkeln gelassen. Statt den Cocktail aus Permethrin und Esbiothrin zu nennen, erwähnt Aldi, dass es auf Wasserbasis hergestellt wurde.

Aldi-Nord hat auf die Kritik von Rettet den Regenwald reagiert und will den "Verkauf des Insektensprays zunächst bis auf weiteres einstellen".

Das Pestizid Aktions-Netzwerk PAN wirft Aldi vor, den Bestimmungszweck des Schädlingsbekämpfungsmittels zu verschleiern. Verbraucher könnten das Insektengift missbräuchlich als Pflanzenschutzmittel verwenden. Der Wirkstoff Permethrin steht zudem im Verdacht, das Hormonsystem von Menschen und Tieren zu schädigen, und gilt als schädlich für Bienen. Für Katzen, Amphibien, Reptilien und Fische kann es tödlich sein.

Als Biozid darf das Aldi-Mittel nur gegen Schädlinge eingesetzt werden, nicht aber, um generell und vorbeugend Insekten aus dem heimischen Garten oder von der Terrasse zu vertreiben. Darüber wird der Verbraucher nicht aufgeklärt. Die Verkäufer von Aldi können nicht ausreichend darin geschult sein, Kunden über die Giftigkeit und empfohlene Anwendung sachgerecht zu informieren.

Auch Aldi Süd setzt auf Gift und bewirbt "Pritex Universal-Insektenspray" und Mittel gegen Ameisen.

Fordern Sie Aldi auf, generell keine Gifte anzubieten.

Hinter­gründe

Bericht von focus.de bestätigt die schlimmsten Befürchtungen:

Jetzt ist es amtlich: Diese Pflanzenschutzmittel vergiften Bienen

http://www.focus.de/wissen/natur/tiere-und-pflanzen/pflanzenschutzmittel-vergiften-bienen-bienensterben-angst-vor-dem-kipppunkt_id_4641511.html

An­schreiben

An: Das Management von Aldi

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie verkaufen derzeit ein umweltgefährdendes Insektengift. Sie erwecken den Eindruck, dass es bedenkenlos – ohne Handschuhe – im Garten versprüht werden darf. Sie verharmlosen das Gift.

Über den Anwendungszweck und die Wirkstoffe lassen Sie die Kunden im Unklaren, obwohl Permethrin im Verdacht steht, das Hormonsystem von Menschen und Tieren zu schädigen, und als gefährlich für Bienen gilt.

Ihre Mitarbeiter in den Märkten sind nicht darin geschult, Kunden über die Giftigkeit und empfohlene Anwendung sachgerecht zu informieren.

Wir fordern Sie auf: Nehmen Sie das Insektenspray aus den Märkten und verkaufen Sie keine Gifte mehr.

Mit freundlichen Grüßen

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