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Golfplatz gegen Naturwald

Türkische Umweltschützer brauchen Unterstützung

An der türkischen Riviera in Side-Sorgun nahe Antalya, soll im Namen des Tourismus ein Wald abgeholzt werden, um auf dem Gelände einen Golfplatz zu errichten. Inzwischen hat sich in der lokalen Bevölkerung heftiger Widerstand formiert, der von Umweltorganisationen aus mehreren Ländern unterstützt wird. Der Sorgun-Wald ist Lebensraum für zahlreiche Vogelarten, die maurische Landschildkröte, Schlangen- und Chamäleonarten sowie viele verschiedene Orchideengewächse. In dem Wald befindet sich auch die größte türkische Beringungsstation für Vögel. Bauherr des geplanten Golfplatzes ist die türkische Familie Barut, ihnen gehören mehrere Hotels. Kopf der Familie ist Ahmet Barut, der Chef des türkischen Hotelverbandes. Nach Berechnungen von lokalen Umweltschützern müssten für den Golfplatz etwa 200.000 Bäume gefällt werden. Wälder wie in Side-Sorgun sind eigentlich durch den § 169 der türkischen Verfassung geschützt. Die Ministerien für Kultur und Tourismus und für Wald und Forstwirtschaft haben allerdings dafür gesorgt, dass Küstenwälder diesen Schutz verlieren können und von Tourismusunternehmen gepachtet werden dürfen. Bitte schreiben Sie einen freundlichen Brief an Seine Exzellenz, Herrn Botschafter MEHMET AL0 0RTEMÇEL0K, und bitten Sie ihn, sich für den Erhalt des Sorgun-Waldes einzusetzen. Türkische Botschaft, Rungestrasse 9, 10179 Berlin, Telefon: 030 - 27 58 50, Fax: 030-27 59 09 15, E-mail: turk.em.berlin@t-online.de Oder protestieren Sie direkt online über unsere homepage unter www.regenwald.org