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Aktuelle Meldungen aus dem Regenwald


Hohe Strafe für Waldrodung

Indonesien: Gericht verurteilt Palmölfirma

Ein Gericht in der Provinz Aceh auf Sumatra hat die Palmölfirma Kallista Alam zu einer Geldstrafe von 9,4 Mio. US-Dollar verurteilt sowie zur Zahlung von 21 Mio. Dollar für die Aufforstung des von ihr zerstörten Tripa-Torfwaldes. Das Gebiet ist Heimat der letzten Sumatra-Orang-Utans. „Dieses Urteil ist eine klare Botschaft an alle Firmen, die glauben, sie könnten unbehelligt geschützten Wald roden“, so die Umweltorganisation WALHI. Auf Druck von Naturschützern aus aller Welt hatte das indonesische Umweltministerium Kallista Alam verklagt. Rettet den Regenwald beteiligte sich mit 50.000 Protestmails und 10.000 Euro Spenden an der Kampagne.



Naturschützer geben nicht auf

Kamerun: Palmölfirma will Aktivisten stoppen

Die US-Palmölfirma Herakles Farms steht mit dem Rücken zur Wand: 70.000 Hektar Regenwald wollte sie in Kamerun für Ölpalmplantagen abholzen; die Regierung genehmigte „nur“ 20.000 Hektar. Einwohner und Umweltschützer haben auch das bisher verhindert. Nun versucht Herakles, die Aktivisten mit fingierten Klagen zu stoppen. „Sie werden unseren Kampf für die Natur nicht aufhalten“, schreibt uns Nasako Besingi. Im März steht er vor Gericht. Rettet den Regenwald unterstützt die Naturschützer weiter und fordert Herakles auf, die Klagen sofort zurückzuziehen.

Foto: Greenpeace/Alex Yallop




Weltbank gerät unter Druck

Hoffnungsvolle Kampagnenarbeit für Honduras

Zusammen mit anderen Organisationen hat Rettet den Regenwald den 30 Millionen-Dollar-Kredit der Weltbanktochter IFC an den Palmölkonzern Dinant bei der bankeigenen Beschwerdestelle CAO angezeigt. Der Ende Dezember veröffentlichte Bericht der CAO zeigt das Versagen der Weltbank-Politik. Danach fördert die Bank die Expansion der Agroindustrie und stellt Wirtschaftsinteressen völlig über den Umweltschutz und die Menschenrechte.

Seit Jahren kämpfen Organisationen aus Honduras und aller Welt, darunter auch Rettet den Regenwald, für die Rechte der Menschen. Einen ersten Erfolg unserer gemeinsamen Kampage konnten wir bereits 2011 verbuchen: Die staatliche deutsche DEG-Bank stornierte die zugesagten Kredite für Dinant, den größten Plantagenkonzern in Honduras.

Hintergrund unserer Proteste: An der Karibikküste des Landes greift die Palmölindustrie mit brutaler Gewalt nach dem Land der Einwohner. Zahlreiche Bauern, die sich gegen den Raub ihrer Lebensgrundlagen gewehrt haben, wurden umgebracht. Zwischen Januar 2010 und Mai 2013 sind mindestens 102 Mitglieder der Bauernbewegung im Aguantal ermordet worden; 40 von ihnen durch Dinant-Unternehmen und ihre Sicherheitskräfte. Bisher hat die Weltbanktochter IFC sämtliche Warnungen und Kritik an ihrer Politik ignoriert – doch nach dem CAO-Bericht wird sie handeln müssen.

Wir fordern von der Weltbank, ihren Mitgliedsländern und Geldgebern – darunter Deutschland – ihre Politik grundlegend zu reformieren. Dazu gehört, keine Kredite an industrielle Plantagenfirmen zu vergeben.



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