zurück zur Übersicht

Regenwald-News

Liberia

Schutz für Liberias Schimpansen

Westafrikas Schimpansen sind akut vom Aussterben bedroht – seit Herbst 2016 rangieren sie auf der höchsten Gefährdungsstufe der Roten Liste. „Das ist ein Warnruf an uns alle: Wir müssen mehr für den Schutz der Primaten tun“, sagt der Leipziger Professor Christophe Boesch, Gründer der Wild Chimpanzee Foundation (WCF).

Schimpansen (© Sonja Metzger/ WCF) Die Menschenaffen sind in isoliert liegende Reste ihres ursprünglichen Habitats zurückgedrängt – meist außerhalb von Schutzgebieten. Im Wald von Gbi in Liberia leben noch einige Hundert Schimpansen. Dieses Gebiet will die WCF möglichst rasch zum Nationalpark erklären lassen. Rettet den Regenwald unterstützt sie dabei.

Forscherteams haben die Region bereist und kartiert, um die Grenzen des geplanten Reservates festzulegen. Es war ein Kampf gegen den Schlamm: 44 Tage lang war die Expedition unterwegs. Jetzt stehen eine Studie über die Artenvielfalt und Konsultationen mit den Einwohnern an.

Sie können mit Ihrer Spende und Ihrer Unterschrift zum Schutz der Schimpansen beitragen: www.regenwald.org/petitionen/1070/

 


Großer Schlag gegen Pangolin-Handel

Pangolin (© Dev Lee) Seit 2015 decken die Aktivisten der indonesischen Scorpion Foundation den illegalen Handel mit geschützten Tierarten auf, zum Beispiel Orang-Utans, Plumploris, Papageien. Im Oktober konnten sie einen internationalen Händlerring enttarnen und hinter Gitter bringen, der von Borneo aus Pangoline, ihr Fleisch und ihre Schuppen exportiert. Der Handel mit den seltenen Säugetieren ist streng verboten. Rettet den Regenwald unterstützt die Scorpions bei ihrer wichtigen Arbeit.


Landrechte für Indonesiens Ureinwohner

Landrechte für Indonesiens Ureinwohner (© Taufan Bustan) Lange musste das Volk der Wana Prosangke Landraub und Vertreibung erdulden. Den Regenwald ihrer Ahnen auf der indonesischen Insel Sulawesi konnten die Menschen vor den Holz-, Palmöl- und Bergbaukonzernen nicht beschützen. Jetzt gehören sie zu den ersten neun Gemeinden in Indonesien, denen Präsident Widodo die Landrechte zurückgibt. Damit setzt er endlich das Urteil des Verfassungsgerichts von 2013 um: Der Staat muss die Landrechte der Indigenen anerkennen und darf ihre Gebiete nicht mehr an Firmen verpachten. „Das ist nur der Anfang“ verspricht Joko Widodo. Weitere Dörfer sollen folgen.


Alle News: www.regenwald.org/news