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EEG: Wie wir den Regenwald verheizen

Gesetzlich geförderte Abholzung durch das Erneuerbare Energien Gesetz

„Zweck dieses Gesetzes ist es, insbesondere im Interesse des Klima-, Natur- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen.“ So lautet die einleitende, offizielle Beschreibung des deutschen Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG). Klima- und Naturschutz sind also wichtige Ziele des 2000 eingeführten Gesetzes. Tatsächlich aber ist das EEG seitdem zu einer Bedrohung für Regenwälder und traditionelle Bevölkerungsgruppen in den tropischen Ländern rund um den Globus geworden – und schadet de facto dem Klima. In seiner bisherigen Fassung fördert das EEG die Nutzung jeglicher Biomasse, selbst wenn dadurch Regenwälder zerstört werden und mehr Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen als durch die vergleichbare Menge fossiler Treibstoffe.

Der katastrophale Palmöl-Boom in deutschen Kleinkraftwerken geht also paradoxerweise auf Bestimmungen zurück, mit denen die Regierung eigentlich den Absatz umweltfreundlich erzeugten Stroms sichern wollte. Im Rahmen des EEG müssen die großen Elektrokonzerne den Strom aus Wind, Sonne und Biomasse abnehmen und eine Vergütung von 11,5 Cent je kW/h zahlen. Dazu kommen im Rahmen der „Nachwachsende Rohstoffe-Verordnung“ zusätzlich 6 Cent NaWaRo-Bonus pro kW/h.

Rettet den Regenwald hat schon vor Monaten von Umweltminister Gabriel gefordert, sofort eine EEG-Novellierung auf den Weg zu bringen, die den derzeitigen, subventionierten Umweltfrevel mit Energiepflanzen aus Raubbau wie etwa Palmöl zur Stromerzeugung beendet.