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Regenwald-News

Wie Schauspieler, Patrouillen und Dorfbewohner Schimpansen schützen

Schimpansenmutter mit Kind auf Baum, Tanzania

Welche Resonanz: 13.244 Zuschauer! So viele sahen in Dörfern rund um zwei liberianische Nationalparks eine Show über den Schutz von Schimpansen. Dieses Schauspiel-Projekt hat die Wild Chimpanzee Foundation (WCF) organisiert, ein Partner von Rettet den Regenwald. Die Mitarbeiter der WCF wissen, dass die örtliche Bevölkerung beim Schutz der Natur entscheidend ist. Dazu tragen auch die Eco-Guards bei, die sich aus Dorfbewohnern rekrutieren und die durch die Nationalparks patrouillieren, um illegale Wilderer, Goldsucher und Kakaopflanzer aufzuspüren.


Ein weiterer Erfolg: Die Zahl der Menschen steigt, die mit Fischzucht und Imkerei Geld verdienen und damit den Wald schonen. 144 Freiwillige sind auf Patrouillen unterwegs oder arbeiten an Studien mit. Die WCF will Schutzgebiete ausweiten und sichern. Dabei geht es zum Beispiel um die Einrichtung eines neuen Nationalparks, Analysen zur Artenvielfalt und das exakte Abstecken von Parkgrenzen.


Rettet den Regenwald freut sich über die positive Entwicklung und unterstützt die Schimpansen-Schützer auch weiterhin.


Richter in Bolivien stoppen Straße durch Nationalpark

Protestbanner auf einem Fluss im Regenwald von Bolivien: Widerstand bedeutet Würde steht auf dem Banner neben der Flagge Boliviens zu lesen (© Marco Arnéz)

Bolivien verletzt mit dem Bau einer Landstraße die Rechte der Natur und der indigenen Völker. Das hat der Internationale Gerichtshof für die Rechte der Natur entschieden.

Das südamerikanische Land hatte eine Straße mit einer Länge von 306 Kilometern geplant, die mitten durch das kombinierte Indigenen-Schutzgebiet und den Nationalpark Isiboro Sécure (TIPNIS) führen sollte. Das über 1,2 Millionen Hektar große Gebiet ist auch das Refugium einer sehr artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Rettet den Regenwald unterstützt bereits seit 2010 die Bemühungen der Indigenen und Umweltschützer, den Straßenbau im TIPNIS zu verhindern.


Palmöl-freie Produkte in Supermärkten

Ein Blick auf die traurige Wahrheit: Abholzung und Zerstörung (© IAR)

Lebensmittelhersteller in Österreich, Italien und Spanien machen es vor: Sie ersetzen Palmöl durch Sonnenblumenöl und werben erfolgreich mit dem Hinweis „Palmöl-frei“. Supermarktketten wie COOP in Italien oder Spar in Österreich verbannen das tropische Öl bereits aus ihren Eigenmarken. Und sogar die internationalen Lebensmittelkonzerne wie Kelloggs oder Nestle ziehen mit einzelnen Produkten langsam nach. In Deutschland wird diese Entwicklung zur Freude der Palmöllobby durch das politische Festhalten am „nachhaltigen Palmöl“ gebremst. Dabei hat noch kein Nachhaltigkeitslabel in der Praxis den Regenwald geschützt. Es ist auch in Deutschland Zeit, auf Palmöl zu verzichten.