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Regenwald Report 03/2019

Schluss mit Palm- und Sojaöl im Tank!

Grafik Palmöl in Report 3/19

Europa importiert immer mehr Palm- und Sojaöl, um daraus Bio-Diesel herzustellen. Im vergangenen Jahr waren es allein 4 Millionen Tonnen Palmöl, die zu diesem Zweck eingeführt wurden. Das sind 53 Prozent aller Palmölimporte. Hinzu kommen weitere 3,5 Millionen Tonnen bereits fertiger Palm- und Sojaöldiesel aus Südostasien und Südamerika.

Immer mehr Tropenwälder werden gerodet, um Palmöl- und Sojaplantagen Platz zu machen. Die Probleme sind seit Langem bekannt – doch die EU reagiert darauf langsam und zögerlich. Im Frühjahr wurde Palmöl zwar als „nicht nachhaltig“ eingestuft, aber erst ab dem Jahr 2023 soll sein Anteil im Bio-Kraftstoff sinken und noch später im Jahr 2030 weitgehend auslaufen. Sojaöl ist davon gar nicht betroffen.

Bio-Diesel ist umweltschädlich

Eine falsch verstandene Klimapolitik verschärft die negativen Folgen des Automobilverkehrs. Jeder Griff zum Zapfhahn an der Tankstelle trägt dazu bei, ein weiteres Stück Regenwald zu zerstören und Orang-Utans und vielen weiteren einmaligen Arten den Lebensraum zu nehmen. Studien im Auftrag der EU stellen zudem fest: Die Abholzung der Tropenwälder für den Anbau von Ölpalmen und Soja setzt gewaltige Mengen Kohlenstoff frei. Aus Palmöl hergestellter Biokraftstoff ist deshalb dreimal und aus Sojaöl zweimal schlechter für das Klima als normaler Diesel.

Die EU stellt es den Mitgliedsstaaten auf nationaler Ebene frei, aus Nahrungsmitteln wie Palm- und Sojaöl hergestellten Bio-Sprit schon ab dem Jahr 2021 auszuschließen. Wir fordern die Bundesregierung auf, diese Möglichkeit zu nutzen und endlich zu handeln. Kein Palm- und Sojaöl in den Tank!

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regenwald.org/rr005