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Regenwald Report 03/2019

Neue Mangroven spenden Leben

Baumschule für Mangroven In Sarong trägt die indigene Bevölkerung aktiv zur Aufforstung bei: In Baumschulen werden die Setzlinge gezogen und später ausgepflanzt. (© CALG)

Im Süden der Insel Palawan forstet ein Projekt-Partner von Rettet den Regenwald gemeinsam mit Fischerfamilien zerstörte Mangrovenwälder auf. Dank zahlreicher Spenden sprießen schon auf 12 Hektar junge Setzlinge, mindestens 30 Hektar sollen es bald sein. Weitere Hilfe ist nötig

Das neue Schild fällt aus dem Rahmen: Es ist streng verboten, Mangroven zu zerstören oder auf andere Weise der Natur zu schaden. Wer es dennoch tut, muss mit einer Geld- oder Gefängnisstrafe rechnen. Dieses Schild steht an der Küste im Süden von Palawan, in der Gemeinde Carampuro. Das Ungewöhnliche ist hier nicht der Text – die Abholzung von Bäumen und Naturzerstörung hat die philippinische Regierung schon vor Jahren untersagt. Weil das aber offensichtlich nicht jedem bekannt ist oder nicht interessiert, sorgte die Naturschutzbehörde jetzt für ein entsprechendes Schild, sodass es jeder lesen kann.

Die Aktion ist Teil des neuen Küsten- und Mangrovenschutzplans der Behörde. Er wurde angeregt durch die indigenen Gemeinden und der Koalition gegen Landraub CALG, dem Partner von Rettet den Regenwald. Aus gutem Grund: Der Mangrovengürtel ist schwer beschädigt – eindringende Siedler haben die wertvolle Vegetation für Holzkohle zerstört. „Gleichzeitig hat die Behörde uns indigenen Pala‘wan den Schutz und das Management der Küstenlandschaft anvertraut“, sagt Romeo Japson, Vizepräsident der CALG. „Dazu gehört auch die Aufforstung der Mangrovenwälder, bei der uns Rettet den Regenwald unterstützt.“

Romeo Japson zeigt auf ein Schild, auf dem Informationen zur Mangrovenaufforstung stehen Romeo Japson freut sich über den Erfolg: „Das Ziel von acht Hektar haben wir dank der Spenden übertroffen!“ (© CALG)

Mangrovenwälder wachsen wieder

Weiter südlich, in Romeos Heimatgemeinde Sarong, wachsen schon seit 2018 junge Mangrovenbäume heran. „Zwölf Hektar mit weit mehr als 20.000 Setzlingen verschiedener Arten haben wir schon gepflanzt. Dazwischen auch Nipa-Palmen, die wir für Nahrung, Körbe, Matten, Baumaterial nutzen.“

Mangrovenwälder sind natürlich nicht nur für die Menschen ein Segen, sondern auch Lebensraum vieler – bedrohter – Tierarten. Dazu gehören das Leistenkrokodil und sein kleinerer Verwandter, das Philippinen-Süßwasserkrokodil. „Wir freuen uns, dass unser Mangrovenwald wieder wächst“, sagt Romeo Japson. „Hier haben schon unsere Vorfahren Krabben, Muscheln und Fische gefangen. Solange es Mangroven gibt, haben wir zu essen. Wenn die großen Sturmfluten kommen, schützen sie unsere Dörfer. Dank der Hilfe von Rettet den Regenwald können wir unsere kostbare Natur, die so schnell zu verschwinden droht, bewahren. Jetzt gibt es Hoffnung für zukünftige Generationen.“

AKTIV WERDEN! Neue Mangroven mit Ihrer Spende

Mit 7,40 Euro können 100 Quadrat-meter bepflanzt werden. Dazu gehören Aufzucht, Auspflanzung, Betreuung und Schutz gegen illegale Holzfäller. Als Dankeschön für Ihre Spende über 10 Euro schenken wir Ihnen eine Reissacktasche, handgenäht auf den Philippinen (schauen Sie auch im Shop).

Ihre Spende hilft: regenwald.org/rr003