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Regenwald Report 04/2021

Ölpalmen – ein Instrument der Ausbeutung

Gruppenfoto auf der Tagung des Mesoamerikanischen Ölpalmen-Netzwerks in Chiapas, Mexiko. © Otros Mundos Chiapas

„Wir wollen nicht, dass die Ölpalmen sich verbreiten, sie zerstören unseren Wald!“ Unmissverständlich formulieren Dominga del Carmen und Barbarina Alejo aus Mexiko ihren Standpunkt. Sie sind zwei der insgesamt 30 Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Organisationen aus Mittelamerika, die sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen haben. Auf einem Treffen im Oktober, das von Rettet den Regenwald, Otros Mundos Chiapas und World Rainforest Movement ermöglicht wurde, haben sie gemeinsam die Folgen der Ausbreitung von Ölpalmen in Mexiko, Guatemala, Honduras und Ecuador analysiert und diskutiert.

„Die Ölpalmen-Monokulturen schädigen den Boden und führen zu einer Dürre, die wir im letzten Jahr bereits deutlich bemerkt haben“, erklärt Dominga del Carmen. Candelaria Sanchez aus Chapultenango ergänzt, dass die Monokulturen die Ernährungssouveränität gefährden und die Konzerne keine Rücksicht auf die Böden nehmen. In einer gemeinsamen Erklärung des Netzwerkes heißt es dazu: „Die Ölpalme ist in unseren Gebieten ein Instrument eines beschleunigten, aggressiven und räuberischen Ausbeutungsmodells. Es ist unsere Aufgabe, diese Ausbeutung zu stoppen und lokale Alternativen zu entwickeln.“