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Regenwald-News

Sabah verzichtet auf Waldvernichtung für Highway

Zwergelefanten in Sabah

Der Regierungschef des malaysischen Bundesstaats Sabah will für den Pan Borneo Highway keine frischen Schneisen in den Wald schlagen. Stattdessen sollen bestehende Pisten ausgebaut werden.

Ein Glück, denn es war geplant, Abschnitte des 2.100 Kilometer langen Straßennetzes in Sabah und dem benachbarten Sarawak sogar durch Reservate zu führen. Die Mangroven zwischen Tuaran und Kudat waren in Gefahr, wo seltene Nasenaffen leben. Am Fuß des Kinabatangan hätte das Projekt den Lebensraum von Zwergelefanten durchschnitten. Jetzt bevorzugt Sabahs Chief Minister Shafie Apdal den Ausbau bestehender Straßen vor dem Neubau.

Generell gelten Straßen als eine der größten Bedrohungen für die Wälder. Für den Bau werden Flächen gerodet, breite Schneisen angelegt und der Lebensraum von Tieren fragmentiert. Über die Straßen gelangen dann Holzfäller, Siedler, Bauern und Plantagenfirmen in zuvor weniger zugängliche Gebiete und roden. Jagd und Wilderei nehmen zu, ebenso Unfälle mit Tieren.


Palmölkonzern scheitert vor französischen Richtern

Die unhaltbaren Zustände auf den Palmöl-Plantagen der französisch-belgisch-luxemburgischen SOCFIN-Gruppe in Kamerun sind nun richterlich bestätigt. Ein Hauptaktionär des Konzerns, der französische Milliardär Vincent Bolloré, hatte gegen einen Doku-mentarfilm geklagt, der über Kinderarbeit und die schlechten Lebensumstände der Arbeiter auf den Plantagen berichtet. Die Dokumentation zeigt auch den Kampf der Dorfbewohner für ihre Rechte und die von dem Tochterunternehmen SOCAPALM versprochenen sozialen und ökologischen Ausgleichsmaßnahmen, die es bis heute nicht gibt. Die Firma verweigert bisher jeden Dialog mit den Dorfbewohnern der Region über Landnahme und die Verletzung ihrer Rechte.

Beobachter feiern das Urteil nicht nur als Sieg der Pressefreiheit, sondern auch als öffentlichen Beleg für die Machenschaften internationaler Konzerne, wenn es um die Anlage neuer Palmöl-Plantagen geht. Die Regenwälder werden dafür abgeholzt und die Rechte der indigenen Bewohner mit Füßen getreten. SOCFIN betreibt 192.000 Hektar Ölpalm- und Gummibaum-Plantagen in Afrika und Südostasien.


UN-Bericht: Eine Million Tier- und Pflanzenarten könnten aussterben

Schwalbenschwanz (© CC0)

Der globale Bericht über Biodiversität und Ökologie der UN belegt das vom Menschen verursachte Massensterben, dem bis zu einer Million Tier- und Pflanzenarten zum Opfer fallen könnten. Die Geschwindigkeit, in der die Biodiversität zerstört wird, nimmt dabei erschreckend zu. Innerhalb von 500 Millionen Jahren gab es fünf Massensterben, derzeit läuft das sechste.

Die Ursachen für die Umweltkatastrophe sind für die Experten klar: „Wir müssen anerkennen, dass der Klimawandel und die Zerstörung der Natur gleichgewichtig (als Auslöser des Artensterbens) sind“, sagte Robert Watson, einer der Autoren des Reports, der Nachrichtenagentur AFP. Genannt werden in dem Text Landwirtschaft, Waldvernichtung, Bergbau, Jagd und Fischerei. Nur „tief greifende Ver-änderungen“ könnten den Schaden für die Artenvielfalt noch begrenzen.


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